Unsere Geschichte

„Nach meiner festen Überzeugung gibt es nur ein Mittel, die sozialen und besonders auch die wirtschaftlichen Zustände zu verbessern, nämlich die christlichen Prinzipien in freien Genossenschaften zur Geltung zu bringen”,

schreibt Friedrich Wilhelm Raiffeisen. 

 

Das Giebelzeichen

Das Markenzeichen ist ein stilisiertes Giebelkreuz aus zwei gekreuzten Pferdeköpfen. Das Logo ist als Marke eingetragen und international als Warenzeichen und Dienstleistungsmarke geschützt. Der Ursprung der Marke geht auf den 13. Februar 1930 zurück, als in Berlin der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften – Raiffeisen – e.V. gegründet wurde. Damals schlossen sich die beiden Genossenschaftsorganisationen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Karl Friedrich Wilhelm Haas, die sich getrennt voneinander entwickelt hatten, zusammen.

Im Laufe der Zeit wurde das Giebelzeichen dem jeweiligen Zeitgeist angepasst. Trotz unterschiedlicher Farbgebungen, Größen und Formen sind die beiden gekreuzten Balken samt den Pferdeköpfen allen Raiffeisen-Genossenschaften weltweit gemeinsam.

Einblicke aus der Geschichte

Die Wurzeln der RLB Südtirol finden sich bereits im 19. Jahrhundert – hier eine Übersicht der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte und Entwicklung der RLB Südtirol:

1894

    Am 29. Mai 1894 fand die Vollversammlung des Generalverbandes in Brixen statt, bei welcher einstimmig die Gründung einer Raiffeisenzentralkasse (die „Zentralkasse der Raiffeisenvereine Deutschtirols“) in Innsbruck, beschlossen wurde. Ziel der Raiffeisenzentralkasse: zentrale Geldausgleichsstelle, bei welcher die Raiffeisenkassen die überschüssigen Gelder gewinnbringend anlegen konnten.

    1895

      Unter der Bezeichnung „Verband der Raiffeisenkassen und landwirtschaftlichen Genossenschaften Deutschtirols“, beginnt die Raiffeisenzentralkasse mit Sitz in Innsbruck ihre Tätigkeit.

      1918

        Mit Ende des 1. Weltkrieges und der Abtretung Südtirols an Italien finden die Beziehungen der Raiffeisenkassen Südtirol zur Raiffeisenzentralkasse in Innsbruck zwangsläufig ein Ende. Die Umwechslungskurse von 40% zu 60% der Krone zur Lira und die Nichtanerkennung der österreichischen Kriegsanleihen brachten die Südtiroler Raiffeisenkassen in große Schwierigkeiten.

        1972

          Am 29. Jänner 1972 erteilte das Schatzministerium in Rom, unter Bezug auf das Südtirolpaket trotz des Verbotes der Neugründung von Bankinstituten eine Ausnahmebedingung für die Errichtung der Zentralkassen in Bozen und Trient.

          1973

            Am 14. Juni 1973 wurde die Gründungsversammlung der „Raiffeisen Zentrale Südtirol AG“ abgehalten. Die „Raiffeisen Zentrale Südtirol AG“ wird zum zentralen Geld- und Kreditinstitut der Genossenschaften und Verbände.

            1994

              Die „Raiffeisen Zentrale Südtirol AG“ wird nun mehr „Raiffeisen Landesbank Südtirol AG“ genannt. Ende der 90er verändert sich die Anlagelandschaft (eine Vermögensverwaltung und mehrere Fondsgesellschaften werden in die Produktpalette aufgenommen) und die RLB Südtirol übernimmt die Aufgabe einer Korrespondenzbank.

              2014

                Seit 1. Februar 2014 ist die RLB Südtirol Trägergesellschaft des „Raiffeisen Offener Pensionsfonds“ und gleichzeitig Verwalter desselben.

                2016

                  Reform im Sektor der Genossenschaftsbanken („Riforma del Credito Cooperativo“) Die Bankenaufsichtsbehörde Banca d’Italia erlässt die Umsetzungsbestimmungen des Gesetzes Nr. 49 vom 8. April 2016.

                  2018

                    Durch die vom Gesetz Nr. 136 vom 17.12.2018 bedingte Umwandlung des D.L. Nr. 119 vom 23.10.2018 in ein Gesetz und die Einführung des Artikels 20-bis wurde für die Genossenschaftsbanken, welche innerhalb der beiden Autonomen Provinzen Trient und Bozen angesiedelt sind, das Recht vorgesehen, zwischen dem Beitritt zu einer Genossenschaftlichen Bankengruppe oder zu einem „Institutional Protection Scheme“ (IPS) zu wählen.

                    2019

                      Am 14. Juni 2019 wird die „Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft“ gegründet; gemeinsam mit den 39 Raiffeisenkassen und dem Raiffeisenverband Südtirol wird auch die RLB Südtirol Mitglied der „Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft“.

                      2020

                        Der IPS wurde von Banca d’Italia am 4. November 2020 genehmigt. Damit sichern sich die Raiffeisenkassen, die RK Leasing und die RLB Südtirol in Krisenzeiten zusätzlich ab. Die Raiffeisen IPS Genossenschaft ist als Trägergesellschaft für alle operativen Aspekte zuständig. Die beiden Raiffeisen Landesbanken von Tirol und Südtirol haben gemeinsam seit vielen Jahren ein Privat-Banking-Unternehmen aufgebaut: die Alpenbank. Im Zuge einiger Veränderungen und der geplanten Fusionierung zwischen der Alpenbank und der Walser Privatbank (Raiffeisen Vorarlberg) ist ein Betriebszweig der Niederlassung Bozen in die RLB Südtirol transferiert worden. Am 31. Dezember 2020 ist der Abtretungsvertrag unterzeichnet worden.