Unser Familienfest 2022
Ende April fand unsere 125. Vollversammlung statt. Mit großer Freude begrüßten wir – nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause – 260 Mitglieder im Waltherhaus.
Rückblick auf 2021

Zu Beginn blickte der Obmann auf ein Geschäftsjahr zurück, das leider immer noch von Corona geprägt war. Die Raiffeisenkasse Bozen hat aber trotzdem ihr traditionelles Geschäftsmodell erfolgreich fortgeführt. Es war und bleibt unser Anliegen, unseren Kunden nahe zu sein und wir haben daher neben dem klassischen Filialbesuch unsere digitale Erreichbarkeit weiter ausgebaut. Dies ist ein unbedingtes Gebot der Zeit, da die Kundenbesuche in den Filialen kontinuierlich abnehmen und die digitalen Kanäle immer stärker genutzt werden.

Außerdem hat die Raiffeisenkasse Bozen 2021 die technischen und personellen Voraussetzungen geschaffen, um ihre Kunden nunmehr auch im Bereich des Versicherungsgeschäfts beraten zu können.

Fester Bestandteil der Raiffeisenkasse Bozen ist der Bereich Ethical Banking, wo unsere Kasse die Trägerorganisation auch für die übrigen Kassen im Land übernimmt.

Unsere Kasse ist und bleibt weiterhin auch eine Einrichtung mit einem sozialen Auftrag, der untrennbar mit der wirtschaftlichen Unterstützung im Spar- und Kreditgeschäft in unserem Tätigkeitsgebiet einhergeht. 2021 unterstützten wir mittels Spenden und Sponsoring 280.000 Euro über 100 Vereine und Veranstaltungen in Bozen und Jenesien.

Glücklicherweise fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr auch wieder einige Veranstaltungen statt, zu denen wir unsere Mitglieder einladen konnten. 560 Leute brachten wir so zu den Runkelsteiner Klangfesten, dem Musical I feel love – Giorgio Moroder der Vereinigten Bühnen Bozen oder Forever rock des Jugenddienstes Bozen zum Beispiel.

Gesundes Wachstum

Unsere Kasse konnte in allen Bereichen wachsen: Wir haben mit unserer Bilanzsumme mittlerweile die 1-Mrd-€-Grenze überschritten; unser Eigenkapital ist auf 120 Mio € angewachsen und konnte im Laufe von 14 Jahren daher durch einen beständigen Zuwachs verdoppelt werden; die an Kunden vergebenen Kredite belaufen sich auf 766 Mio € und wir verzeichnen die stolze Anzahl von 3187 Mitgliedern.

Wahl des Verwaltungs- und Aufsichtsrates

Im Anschluss an den Rückblick auf 2021 und die Genehmigung der Bilanz standen die Wahlen der Gremien an. Alexander Gasser ist auch weiterhin Obmann unserer Raiffeisenkasse und Karl Wenter sein Stellvertreter. Bei der Wahl des Verwaltungsrates wurden 5 Räte in ihrem Amt bestätigt: Paula Aspmair, Birgit Bragagna, Albert Aster, Karl Plattner und Georg Thaler; Roland Pernthaler und Michael Vieider wurden nicht wiedergewählt, stattdessen sind Magdalena Springeth und Joachim Knoll nun Teil des Vewaltungsrates. Georg Mayr schied aus dem Aufsichtsrat aus, seinen Platz nimmt Elisabeth Thaler ein; Aufsichtsratspräsident bleibt Christian Leitgeb.

125 Jahre Raiffeisenkasse Bozen

Unsere Raiffeisenkasse feiert heuer ihr 125jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass haben wir eine Chronik herausgegeben. Darin werden - so schreibt es unser Obmann RA Alexander Gasser in seinem Vorwort - die Ereignisse aufgearbeitet, die unsere Raiffeisenkasse seit ihrer Gründung zu dem geformt haben, was sie heute ist. Die Autoren sind einerseits Harald Toniatti, Direktor des Staatsarchives Bozen und unser Direktor Erich Innerbichler. Alle interessierten Mitglieder und Kunden sind eingeladen, sich ein Exemplar der Chronik in Ihrer Filiale abzuholen!

Günter Mair ist neuer Direktor

Seit 1. Mai ist Günter Mair Direktor der Raiffeisenkasse Bozen, nachdem Erich Innerbichler nach 26 Jahren in Pension geht. Drei Bozner Musikkapellen überraschten den scheidenden Direktor und bedankten sich damit ganz besonders für sein soziales Engagement.

* Der Verwaltungs- und Aufsichtsrat 2022-25: v.l. Christian Leitgeb (Aufsichtsratspräsident), Stefan Engele (Aufsichtsrat), Karl Plattner (Verwaltungsrat), Günter Mair (Direktor), Alexander Gasser (Obmann), Birgit Bragagna (Verwaltungsrat), Karl Wenter (Vize-Obmann), Albert Aster (Verwaltungsrat), Magdalena Springeth (Verwaltungsrat), Joachim Knoll (Verwaltungsrat), Erich Innerbichler, Georg Thaler. Es fehlen Paula Aspmair (Verwaltungsrat) und Elisabeth Thaler (Aufsichtsrat)

Der Verwaltungs- und Aufsichtsrat 2022-2025
Statut und Wahlordnung

25.04.2021: Ein Rückblick auf 2020

Zu Ihrer Sicherheit
Außerordentliche Vollversammlung: Notwendige Statutenänderung zur Mitgliedschaft der Raiffeisenkasse Bozen an der Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft beschlossen

Bereits im Sommer 2019 gründeten die Raiffeisenkassen, die Raiffeisen Landesbank AG und die RK Leasing GmbH die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft (RIPS). Diese Genossenschaft hat die Aufgabe, ein institutsbezogenes Sicherungssystem für die Gründungsmitglieder einzurichten und zu führen. Bei der Vollversammlung der Raiffeisen IPS Genossenschaft am 20. Dezember 2019 haben die Raiffeisenkassen dann einstimmig beschlossen, die offizielle Anerkennung als Institutsbezogenes Sicherungssystem bei der Banca d‘Italia zu beantragen. Am 4. November 2020 hat dann auch die italienische Bankenaufsicht das Sicherungssystem der Südtiroler Raiffeisenkassen (IPS) genehmigt. Die Anerkennung durch die Bankenaufsicht setzt einen für die Südtiroler Raiffeisenkassen erfreulichen Schlusspunkt auf diesen Reformprozess.

Mit der außerordentlichen Vollversammlung am 28.01.2021 hat auch die Raiffeisenkasse Bozen die für ihre Teilnahme am IPS notwendigen Anpassungen ihres Statutes vorgenommen.

Was genau nun dieses IPS, das institutsbezogene Sicherungssystem von Raiffeisen, ist, lassen wir uns jetzt nochmal von RA Alexander Gasser erklären. Alexander Gasser ist Obmann der RIPS und auch Obmann unserer Raiffeisenkasse Bozen.

 

Herr Gasser, welche Aufgabe hat ein institutsbezogenes Sicherungssystem?
Alexander Gasser: Ein institutsbezogenes Sicherungssystem ist eine Art Haftungsgemeinschaft. Es hat die Aufgabe, drohende oder bereits bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Instituten abzuwenden. Befindet sich ein Institut trotz Risikoüberwachung und Frühinterventionsmaßnahmen in einer Schieflage, wird es durch das Sicherungssystem gestützt. Das Sicherungssystem garantiert, dass ein Institut jederzeit alle seine Verpflichtungen erfüllen kann. Für unsere Kunden bedeutet dies ganz konkret, dass ihre Einlagen gesichert sind, weil durch diese Haftungsgemeinschaft IPS ein sehr hohes Haftungskapital zur Verfügung steht.

Warum ist dieses institutsbezogene Sicherungssystem entstanden?
Alexander Gasser: Im Rahmen der Reform der italienischen Genossenschaftsbanken hätten sich die Raiffeisenkassen zu einer Bankengruppe mit einer Aktiengesellschaft als Spitzeninstitut zusammenschließen müssen. Eine Änderung des Reformgesetzes im Dezember 2018 erwirkte eine Sonderregelung für Südtirol, und räumte den Raiffeisenkassen die Möglichkeit ein, anstelle einer lokalen Bankengruppe ein lokales institutsbezogenes Sicherungssystem zu gründen, das besser unserer genossenschaftlichen Ausrichtung entspricht. Die Raiffeisenkassen teilten dann der Aufsichtsbehörde mit, diese Alternative zu nutzen und ein institutsbezogenes Sicherungssystem (IPS) einzurichten.

 

Wie funktioniert der Raiffeisen IPS?
Unser Haftungsverbund hat eine Trägerkörperschaft in Form einer Genossenschaft eingerichtet, die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft. Diese Trägerkörperschaft überwacht laufend die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen ihrer Mitglieder (Raiffeisenkassen und Raiffeisen Landesbank). Dennoch bleibt aber jedes Mitglied – also jede Raiffeisenkasse – autonom. Die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft greift erst dann in die strategische Ausrichtung oder gar in das operative Geschäft ein, wenn die Geschäftszahlen Auffälligkeiten zeigen oder sich Fehlentwicklungen abzeichnen. In solchen Fällen verfügt die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft über Interventionsmechanismen und finanzielle Mittel, um die Stabilität wieder herzustellen. In erster Linie arbeitet die Raiffeisen IPS Genossenschaft also präventiv, um möglichen Krisenfällen vorzubeugen. Tritt so ein Krisenfall aber dennoch ein, unterstützen sich die dem IPS angeschlossenen Raiffeisenkassen wechselseitig.

 

Wie werden die finanziellen Mittel bereitgestellt?
Alexander Gasser: Nach den Vorgaben der EU-Eigenmittelverordnung für Banken muss ein IPS garantieren, jederzeit und unverzüglich seinen Verpflichtungen aus der Haftungsvereinbarung nachkommen zu können. Dazu hat der IPS einen Sicherungsfonds mit sofort verfügbaren Finanzmitteln eingerichtet, welche von den IPS-Mitgliedern im Voraus bereitgestellt werden. Im Laufe der nächsten 10 Jahre wird die RIPS mit finanziellen Mitteln in Höhe von knapp 95 Mio. Euro ausgestattet. Dies ist ein sehr hohes Haftungskapital als Sicherheit für unsere Kunden. Der Sicherungsfonds ist – wenn wir so wollen – eine gut ausgestattete Brieftasche, um bei Bedarf, auch unter Einsatz von Geldmitteln, sofort handeln zu können.

 

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Vollversammlung in Sonderform – Rückblick auf ein gutes 2019
Vollversammlung genehmigt Jahresabschluss 2019

Trotz der Wahl eines späten Termins für unsere Vollversammlung war es uns heuer wegen der behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie nicht möglich, unser 'Familienfest' in gewohnter Form und mit Anwesenheit unserer Mitglieder abzuhalten.

Die Mitglieder konnten an diesem 4. Juni zwar nicht an der Versammlung teilnehmen, aber dennoch ihre Stimme abgeben, indem sie mit einer Vollmacht der von der Gesellschaft ernannten Vertreterin Elisabeth Ladinser vorgaben, wie zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abgestimmt werden musste. Knapp 200 Mitglieder nahmen von ihrem Stimmrecht in dieser Form Gebrauch, ihnen gebührt unser Dank für ihr Interesse an unserer Genossenschaftsbank.

Im Rahmen der Vollversammlung blickten der Obmann Alexander Gasser und der Direktor Erich Innerbichler auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück, in dem es – trotz schwieriger Zeiten – gelungen ist, zu wachsen. Das Wachstum wird dabei nicht unbedingt in der Steigerung der Volumina beurteilt, als viel mehr in der Erhöhung der Dienstleistungsbereitschaft gegenüber unseren Kunden und Mitgliedern.

„Eine Raiffeisenkasse ist nur ihren Mitgliedern verpflichtet“, erklärt der Direktor. „Genau deshalb beschränken wir uns auf die uns zugewiesene Rolle und verzichten auf unternehmerische und finanzielle Abenteuer. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen, kümmern uns um unsere Mitglieder und um unsere Pflicht, uns in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung vor Ort einzubringen.“

Der genossenschaftliche Auftrag und der Beitrag für die Entwicklung vor Ort umfassen auch die Sponsoring- und Spendentätigkeit der Raiffeisenkasse. 2019 wurden 170 lokale Vereine und Initiativen mit insgesamt 290.000 Euro unterstützt. Für 2020 wurden dem Dispositionsfonds gar 400.000 Euro zugewiesen, um lokalen Vereinen – die aufgrund der Covid-Krise heuer vielleicht noch stärker auf finanzielle Hilfe angewiesen sind - unter die Arme zu greifen.

im Bild: Die ernannte Vertreterin Elisabeth Ladinser, Vize-Direktor Günter Mair, Präsident des Aufsichtsrates Christian Leitgeb und der Obmann RA Alexander Gasser

Farbe bekennen

Unter dem Motto „Farbe bekennen“ stellte der Obmann den Bericht des Verwaltungsrates vor und betonte dabei, dass sich die Raiffeisenkasse Bozen in Zukunft wieder ausschließlich auf ihre Kunden und Mitglieder in Bozen und Jenesien konzentrieren wird, nachdem sie in den letzten beiden Jahren unweigerlich auch mit den Vorbereitungen für die Gruppenbildung beschäftigt war.

Nachdem der Gesetzgeber den Südtiroler Raiffeisenkassen im letzten Moment als Alternative zum Zusammenschluss die Möglichkeit geboten hat, sich in einem Haftungsverbund zu organisieren, bleiben wir auch in Zukunft eine eigenständige Raiffeisenkasse. Als solche möchten  wir eine Konstante für unsere Mitglieder und Kunden bleiben und Farbe bekennen: Wir stehen auch weiterhin für unsere statutarisch festgelegten Ziele ein. Wir bekennen uns zu den Werten unseres Gründervaters Friedrich Wilhelm Raiffeisen und vor allem aber auch zu den Menschen, den Vereinen und Organisationen von Bozen und Jenesien.

Vollversammlung 2019

Am Freitag, 12. April fand die Mitgliederversammlung statt, bei der auch der Verwaltungs- und Aufsichtsrat für die nächsten drei Jahre gewählt wurde.

Der Obmann Alexander Gasser wurde in seinem Amt bestätigt und leitet auch in Zukunft die Geschicke der Raiffeisenkasse Bozen. Sein Vize-Obmann ist nun Karl Wenter. Die bisherigen Verwaltungsräte Birgit Bragagna, Paula Aspmair, Karl Plattner, Roland Pernthaler und Albert Aster bleiben auch für die nächsten drei Jahre im Amt. Neu in das Gremium gewählt wurden Georg Thaler und Michael Vieider.

Elke Gruber, bisherige Vize-Obfrau, und der langjährige Verwaltungsrat Andreas Berger, stellten sich nicht mehr der Wahl und wurden vom Obmann mit Worten des Dankes und von den Mitgliedern mit einem großen Applaus verabschiedet.

In den Aufsichtsrat gewählt wurden Christian Leitgeb (Präsident), Stefan Engele (neu) und Georg Mayr. 

Die im Anschluss an die Berichte des Verwaltungs- und Aufsichtsrates genehmigte Bilanz wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der Großteil des Reingewinns in Höhe von 5,4 Mio. Euro wird auch heuer als Rücklage verwendet, um den statutarisch festgelegten Zweck der Raiffeisenkasse, ihr Tätigkeitsgebiet mit Krediten zu versorgen, auch weiterhin zu erfüllen.

Statutenänderung

Neben dem ordentlichen Teil sah die Vollversammlung auch einen außerordentlichen vor, bei dem der Artikel 21 des Statutes mit einem Absatz ergänzt wurde, der es uns ermöglicht, die an unsere Mitglieder ausgegebenen Mehrfachaktien zurückzukaufen.
Diese Ergänzung im Statut war notwendig, da die Raiffeisenkasse die Rückerstattung des Geschäftsanteils nur für den Todesfall eines Mitglieds bzw. dessen Ausschluss vorgesehen hat. Mit dieser Ergänzung ist es nun möglich, die Rückerstattung sofort vorzunehmen und so das Mitglied sofort zu bedienen (>>Zum Statut).