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Sozialgenossenschaft EFEU
Projekt Gewalt: "Hör mal wer da spricht"

„Gewalt ist ein ernstes Problem in unserer Gesellschaft. Leider werden noch viel zu viele Menschen täglich Opfer von Gewalt. Viele denken bei Gewalt zunächst an die körperliche Gewalt. Gewalt beginnt jedoch nicht erst mit Schlägen.  Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin  sind Formen von Gewalt.  Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online.  Auch Menschen mit Behinderung können Opfer von Gewalttaten werden.

Wir, Mitarbeiterinnen der Sozialgenossenschaft EFEU, eine sozial-therapeutische Tagesförderstätte für Menschen mit Beeinträchtigung, haben uns im Laufe des Jahres 2022 intensiv mit dem Thema der psychischen Gewalt beschäftigt.

Bei unserem Projekt "Hör mal wer da spricht" handelt es sich um eine Holz-Skulptur, die einen Mund darstellt. Auf dem Sockel der Skulptur wurden in allen drei Landessprachen verletzende Worte festgehalten. Auf einer weiteren Holztafel befinden sich drei QR-Codes, die mit dem Handy gescannt werden können. Es wird eine Audioaufnahme zu hören sein, die das Thema der psychischen Gewalt in einer Alltagssituation beschreibt. Die Dialoge sind in allen drei Landessprachen verfügbar. Gewalt hat viele Gesichter und kann auch in Worten enthalten sein.

Wir haben uns im Efeu im letzten Jahr auch mit unseren Klient*innen intensiv mit dem Thema Gewalt beschäftigt. Unser Ziel ist es durch das Projekt mehr Bewusstsein für das Thema zu schaffen, Prävention zu betreiben und Ressourcen zu mobilisieren. Gewalt geht uns alle an. Wir alle müssen uns diesem Problem stellen und gemeinsam daran arbeiten, die Gewalt in unserem Umfeld zu vermindern und vermeiden.“

Sozialgenossenschaft EFEU
Schubladendenken

„Begonnen hat alles mit einer großen Holzscheibe einer 150-jährigen Pappel, die uns von der Wildbachverbauung Pustertal geschenkt wurde. Nach langem Sägen, Schleifen, Ausschneiden und Hämmern steht das Kunstwerk "Schubladendenken" nun auf einem geschmiedeten und stabilen Sockel. Das Werk wurde in den letzten Monaten von den Klient*innen und Mitarbeiterinnen der Sozialgenossenschaft Efeu angefertigt. Die Holzskulptur stellt einen Kopf mit verschiedenen Schubladen dar und soll das "Schubladendenken" der Menschen, die Inklusion bzw. die (falschen) Vorstellungen veranschaulichen, die unsere Gesellschaft über Menschen mit Behinderung hat.

Wir leben in einer reinen Leistungsgesellschaft nach dem Motto: immer schneller, höher und weiter. Wer seinen Alltag nicht danach ausrichten kann, hat Schwierigkeiten, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Schubladen der Skulptur können geöffnet werden. Jede Schublade befasst sich mit einem Thema rund um Behinderung. Zu jedem dieser Themen gibt es einen Flyer mit weiterführender Information, Fotos und Eindrücken aus unserer Arbeit mit den Klient*innen. Wir haben uns mit den Themen Behinderung, Sexualität, Normalität oder "abgestempelt sein" befasst.

Unser Werk wird nun für ein Jahr durch Südtirol wandern und an mehreren Orten ausgestellt werden (z.B. in verschiedenen Raiffeisenkassen, im Weltladen). Unser Ziel ist es, dass so viele Menschen wie möglich unser Werk sehen und erkennen, dass in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung viel möglich ist. Wir freuen uns auch darauf, neue Kooperationspartner für Projekte und Zusammenarbeiten kennen zu lernen.“

Sozialgenossenschaft Südtiroler Kinderdorf
Ausstellung: kunstSCHÄTZE

„Im Thalhofer des Südtiroler Kinderdorfes oberhalb von Brixen wurde die Kunstausstellung „kunstSCHÄTZE“ präsentiert. Die Ausstellung wurde anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte konzipiert und zeigte Werke von Kindern und Jugendlichen, Erzieher:innen, Therapeut:innen und Mitarbeiter:innen der Verwaltung.

Kinder und Jugendliche brauchen vielfältige Möglichkeiten des Ausdrucks, der Selbstvergewisserung und der Kommunikation, und diese Ausstellung bot einen weiteren Raum dafür. Die rund 15 Werke gingen der Frage nach: Wer bin ich? Identität war der rote Faden. Im Mittelpunkt standen die sozialpädagogisch zentralen Fragen: Welcher große Schatz bin ich für mich selbst und welcher für die jeweils anderen? Kuratiert wurde die Ausstellung von Sabine Gamper. Nicht die formale Perfektion der Werke stand im Vordergrund, sondern die Relevanz der dargestellten Themen und die kreative Ausdruckskraft. Eine Reihe von Figuren aus gebranntem Ton, realisiert von Jugendlichen in einem ergotherapeutischen Rahmen, stellten Identifikationsfiguren für die weibliche bzw. männliche Identität dar, weitere kleine Tonobjekte zierten die Installation eines großformatigen Baumobjektes mit Landschaft unter dem Titel „Du bist toll“. Eine Serie von Malereien der kleinsten Kinderdorfbewohner:innen zeigen die freie und unbekümmerte Ausdruckskraft von Kindern im Kindergartenalter. Eine Jugendliche aus dem Iran präsentierte eine Textilarbeit zum Thema „Frauen-Leben-Freiheit“.

Die Werke erzählten davon, wie wertvoll die gemeinschaftliche kreative Tätigkeit für das Wohlbefinden ist, und dass Kunst auch im therapeutischen Kontext in Einsatz gebracht werden kann.“

Sportgemeinschaft Eisacktal Raiffeisen ASV
Deutsches Sportabzeichen

„Die SG Eisacktal Raiffeisen hat vor einigen Jahren die Aufgabe übernommen, das Deutsche Sportabzeichen abzunehmen.

Um das Sportabzeichen zu bekommen, muss man aus verschiedenen Bereichen (Radfahren, Leichtathletik, Turnen, Schwimmen stehen zur Auswahl) die Grundfertigkeiten Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Kraft unter Beweis stellen. Die für den Erwerb zu erbringenden Leistungen sind nach Altersstufen, Geschlecht und Leistungsklassen gestaffelt. Je nach erbrachter Leistung wird das Deutsche Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold verliehen. Zusätzlich ist alle fünf Jahre von allen Teilnehmern der Schwimmnachweis zu erbringen. Teilnehmen können Kinder ab 6 Jahren, nach oben gibt es keine Grenze, und auch Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung können teilnehmen.

Das Deutsche Sportabzeichen wurde am 10. November 1912 von der Hauptversammlung des Deutschen Reichsausschusses für Olympische Spiele (DRA) unter dem Namen Auszeichnung für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübungen geschaffen. Die Idee dahinter ist es, den Breitensport zu fördern und die Bürger so lange als möglich aktiv zu halten und Freude an der Bewegung zu vermitteln.

Die SG Eisacktal Raiffeisen möchte dieses Vorhaben auch in Südtirol und speziell in Brixen und Eisacktal weiterführen. Der Verein hat in der Person von Alexander Ebner einen aktiven Verantwortlichen, der mit anderen Helfern aus dem Verein das ganze Jahr über Abnahmen für das Sportabzeichen ausführt. 2023 will man verstärkt Werbung für das Sportabzeichen machen und noch mehr Interessierte einbinden. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen möchte man vor allem die Schulen einbinden und das Sportabzeichen attraktiv machen.“

St. Ondra Porznschleifer
Umbau von Maschinen und Ausrüstung

„Im Dezember 2023 haben wir Umbauten an unserem Show-Traktor gemacht. Dort haben wir einige tolle Effekte und Beleuchtung eingebaut.“

 

Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Brixen EO
Schuleigener Stipendienfonds Bühlerhof

„Gleiche Bildungschancen zu fordern, reicht nicht. Es gilt auch, die Bedingungen dafür zu schaffen. Unsere Kinder haben ein Anrecht auf eine ihrem Wesen angemessene Bildung. Die Entwicklungsbedürfnisse und Bildungswege unserer Kinder sind verschieden. Es braucht unterschiedliche Bildungsangebote. Unsere Schule am Bühlerhof mit ihrem besonderen pädagogischen und sozialen Profil bezieht daraus ihre Daseinsberechtigung. Nur ein freies, vielfältiges Bildungswesen, mit staatlichen und gemeinnützigen Bildungsträgern, kann allen Kindern gerecht werden.

Um auch Kindern aus finanzschwachen Haushalten eine Waldorferziehung zu ermöglichen, haben wir einen Stipendienfonds eingerichtet. Stipendien sind Schenkungen ohne Rückerstattungspflicht. Als Hilfe zur Selbsthilfe ergänzen sie die zumutbare Eigenleistung der Eltern. Unser Stipendienfonds finanziert sich durch Solidarbeiträge von Schuleltern und durch externe Spenden. Er gewährleistet Kindern ihr Grundrecht auf einen freien, gleichberechtigten Zugang zu Bildung und stellt andererseits sicher, dass jeder gespendete Euro zu 100% beim Kind ankommt.

Unser Stipendienfonds bietet Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit, ganzheitliche Menschenbildung freilassend und sinnstiftend zu fördern. Das entspricht dem Leitstern des Ethical Banking: freiem Kapital die Ausübung von Sozialverantwortung im Bildungsbereich zu ermöglichen. Daran haben Wirtschaft und Gesellschaft ein ureigenes Interesse, hängt doch ihre eigene Entwicklung von schöpferischen und verantwortlichen, jungen Menschen ab. Junge Menschen sind auf Bildungsstätten angewiesen, in denen sie sich neue Erkenntnis- und Willenskräfte und Seelenstärke aneignen können.“

WSV Brixen - Sektion Eiskunstlauf
Das "COOLSTE" Camp der Stadt - Summer on Ice

„Die besondere Situation der letzten Jahre, die Bestimmungen gegen die Verbreitung des Coronavirus, haben wohl alle Vereine vor teilweise unüberwindbare Hürden gestellt.

Der Sektion Eiskunstlauf des WSV Brixen ist es jedoch gelungen, trotz Einschränkungen und  zusätzlicher bürokratischer Aufwände, entscheidende Ergänzungen vorzunehmen. Somit wurde die  Sommerbetreuung für Kinder zwischen 4 und 13 Jahren in Brixen durch die Sektion ermöglicht.

Eine Betreuung, die mit Spiel und Spaß auf dem Eis, Turnen und Spielen im Freien aber auch geselligem Beisammensein sowie einem gesunden Mittagessen, die berufstätigen Eltern sehr entlastet. Ziel dieses Projektes war und ist es, Kinder nach den schweren Zeiten des Lockdowns, mit Spaß an der Bewegung, dem Treffen und dem Austausch mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten, zum Sport, hauptsächlich für unsere Sportart, zu animieren. Durch das Sommercamp wurde unseren Athleten zusätzlich die Möglichkeit geboten, auch im Sommer zu trainieren, ohne das Gemeindegebiet verlassen zu müssen. Ein Grundsatz unserer Arbeit stammt von Katarina Witt, der zweifachen Olympiasiegerin: “Wintersportler werden im Sommer gemacht”. So werden diese Monate zu noch intensiverem Training genutzt, welches grundsätzlich täglich angeboten wird.

Nicht unerwähnt soll die Tatsache bleiben, dass wir in unserem Verein Trainer und Assistenten aller drei Sprachgruppen (Deutsch, Italienisch, Ladinisch) einsetzen und  Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund betreuen.

2021 wurden im Sommercamp insgesamt 77 Kinder betreut, 2022 waren es hingegen 97.“

WSV Brixen - Sektion Eiskunstlauf
Eislaufen der "besonderen" Art

„In der Trainingssaison 2022 wurde von unserer Sektionsleiterin Dagmar Senettin persönlich ein Kurs für Menschen mit Behinderung organisiert und durchgeführt.

Anlässlich des "Helmuth Kerer Cups", der alle zwei Jahre organisiert wird, hat eine Teilnehmerin mit Down-Syndrom am Wettkampf teilgenommen. Ihre Darbietung hat das Publikum nicht nur zum Staunen gebracht, sondern auch zu Freudentränen gerührt. Unser Credo lautet: Leistungssport eingebettet in einer großen sozialen Verantwortung für die heranwachsenden Kinder und Jugendlichen. 

Menschen mit Handicap haben oft einen eingeschränkten Muskeltonus, auch der Gleichgewichtssinn kann davon betroffen sein, Koordinationsprobleme sind oft die Folge. Das Gleiten auf Kufen  verlangt eine "Präzision" der Bewegungen, deren Schulung auch außerhalb des Eislaufens Vorteile bringt. Der Spaß und oft auch die Faszination des "Neuen" lassen die Anstrengung weniger spürbar werden.

Beim Eislaufen zählen Genauigkeit, Dynamik und Disziplin zu den Hauptmerkmalen, aber es geht auch darum, immer wieder aufzustehen, egal wie oft man hinfällt.

Die Organisation des Kurses war eine Herausforderung, eine einzigartige Möglichkeit, unser Können ein weiteres Mal mit Menschen mit besonderen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen.“

Wünschewagen
Wünschewagen. Letzte Wünsche wagen

„Vorausgeschickt: Das Leben ist für Schwerstkranke, aber auch für deren Familien und Freunde eine sehr schwierige und belastende Lebensphase. Das alltägliche Leben ist oft von Einschränkungen, Verlusten und Einsamkeit geprägt. Dennoch haben die Betroffenen Wünsche und Hoffnungen – bis zuletzt. Um zumindest einen dieser Wünsche noch erfüllen zu können, haben das Weiße Kreuz und die Caritas Hospizbewegung das Projekt Wünschewagen ins Leben gerufen. Der Wünschewagen bietet Schwerkranken einmal im Leben die Möglichkeit, sich einen „Herzenswunsch“ zu erfüllen. Der Schwerkranke und eine Begleitperson können mit dem Wünschewageneine geliebte Person oder einen Ort von emotionaler Bedeutung besuchen oder an einem besonderen Erlebnis/Ereignis teilnehmen.

Kosten: Die Wünschefahrt ist für die Fahrgäste (Patienten) kostenlos. Alle Spesen werden vom Wünschewagen getragen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden. Wer kann den Wünschewagen in Anspruch nehmen? Menschen, die aufgrund ihrer schweren Erkrankung nicht mehr mit einem Privatauto reisen können und auf pflegerische Betreuung angewiesen sind. Das Angebot dürfen nur Menschen mit Südtirolbezugin Anspruch nehmen, d.h. Menschen, die in Südtirol geboren oder aufgewachsen sind, die in Südtirol leben oder seit längerer Zeit in Südtirol wohnhaft sind.

Die Wünschefahrten werden ausschließlich von Freiwilligen durchgeführt. Die Freiwilligen sind für diese Aufgabe geschult und werden kontinuierlich begleitet. Wir Hauptamtliche sind Ansprechpersonen für den Wünschewagen und für alles Organisatorische und die Betreuung der Freiwilligen zuständig.“