Analogue Photo Festival: Erste Biennale für analoge Fotografie in Südtirol
In der Raiffeisen Galerie, Chambre #14 des Festivals, wird „meine heimat, meine reisen“ von Riccardo Coelati Rama gezeigt.

Riccardo Coelati Rama ist in Gazzo Veronese geboren, ist klassischer Musiker und Geigenbauer mit einer Leidenschaft für japanische Roadster-Autos aus den 1990er Jahren. Nach vielen Jahren der Arbeit mit Digitalkameras hat er sich der analogen Fotografie zugewandt und ist Mitglied des Fotoclubs Bruneck geworden. Er fotografiert vor allem Landschaften - Elemente der Natur, die ihn berühren, sowie Details urbaner Landschaften. Er bevorzugt den Mittelformatfilm im quadratischen Format. Seine Fotografien werden in der Dunkelkammer des Fotoclubs entwickelt und gedruckt.

Die Ausstellung von Riccardo Coelati Rama zeigt analoge Fotografien seiner Heimat und der ländlichen Provinz Verona sowie Eindrücke seiner Reisen als Musiker. Die Aufnahmen entstehen während seiner freien Zeit in jenen Städten, die er für Konzerte besucht – stets mit einer analogen Kamera über der Schulter und zu Fuß unterwegs. Verwendet werden panchromatische sowie Infrarotfilme im 35-mm- und Mittelformat 6x6. Die Silbergelatineabzüge entstehen in der Dunkelkammer und gedruckt wird überwiegend auf Barytpapier.


Kunst für Hoffnung
Benefizausstellung zugunsten von Südtiroler Ärzte für die Welt

Das Ehepaar Ingrid und Peter Sapelza stellt unentgeltlich Kunstwerke für die Ausstellung und den Verkauf zur Verfügung. Sämtliche Erlöse und Spenden fließen in die San Marco Clinic, ein Projekt der Südtiroler Ärzte für die Welt in Äthiopien. Mit ihrer Großzügigkeit tragen sie dazu bei, die Welt ein Stück besser zu machen. Herzlichen Dank!

PETER SAPELZA

Wurde 1935 in Olang geboren und kam zum ersten Mal in der Internationalen Ferienakademie Bruneck mit der Dimension des plastischen Gestaltens in Berührung. Bei dem Bildhauer David Moroder aus St. Ulrich erlernte er das Handwerk. Über die Jahre nahm er an diversen Gemeinschafts- und Einzelausstellungen auch über die Landesgrenzen hinaus teil.

INGRID POKORNY SAPELZA

Wurde 1940 in Berlin geboren und ist seit 1951 in Bruneck ansässig, wo sie sich an verschiedenen Mal- und Zeichenkursen beteiligt hat. Sie hat die Internationale Sommerakademie in Salzburg besucht und ist Gründungsmitglied der Internationalen Ferienakademie Bruneck. Über die Jahre nahm sie an diversen Gemeinschafts- und Einzelausstellungen auch über die Landesgrenzen hinaus teil und erhielt diverse Auszeichnungen.

SÜDTIROLER ÄRZTE FÜR DIE WELT

Unsere Vision ist eine Welt, in der medizinische Versorgung sowie schulische und soziale Unterstützung den Menschen in ihrer Heimat zugänglich sind – unabhängig von kultureller Herkunft und Religion. Als Verein mit einem klaren humanitären Auftrag arbeiten die Mitglieder daran, nachhaltige Projekte zu initiieren, die nicht nur kurzfristige Hilfeleisten, sondern langfristig zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den betroffenen Regionen beitragen.

AUGENAMBULATORIUM FÜR DIE SAN MARCO KLINIK IN ÄTHIOPIEN

Die San Marco Klinik gewährleistet die primäre Gesundheitsversorgung für rund 25.000 Menschen in ihrem Einzugsgebiet. Das nächstgelegene Referenzkrankenhaus, das Krankenhaus Attat, befindet sich in 50 Kilometern Entfernung – ein weiter Weg für viele Patientinnen und Patienten. Edda Pokorny, die Mutter der Künstlerin Ingrid Pokorny Sapelza, finanzierte den Bau des ersten Klinikgebäudes. Durch den Verkauf der Kunstwerke wird nun die Einrichtung einer Augenambulanz ermöglicht, um die augenärztliche Versorgung vor Ort nachhaltig zu verbessern.


Äste, Gipsbandagen, Acrylbarbe
Lärchen-und Fichtennadeln

Nora Gutwenger ist Künstlerin, im Feld der Kunst- und Kulturvermittlung tätig und bedient sich in ihren Arbeiten verschiedenster Produktionsmittel, Medien und Objekte. Als vielseitige Kunstschaffende hat sie in ihrer Zeit in Wien ihr Portfolio mit einer Bandbreite ortsbezogener Kunstwerke bereichert. Die Künstlerin selbst verortet ihre Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Partizipation, Performance und Installation, wobei der Ort immer an erster Stelle stehe. In der Entwicklung ihrer künstlerischen Identität war das Diplomstudium der Ortsbezogenen Kunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien grundlegend. In ihren Arbeiten verwendet sie Orte, deren Geschichte und Kontext als Arbeitsmaterial und Aktionsfeld – als Ausgangspunkt, der stets im dialogischen Rückbezug zwischen Kontext und Kunstwerk mitschwingt. Vor zwei Jahren ist die Künstlerin nach 15 Jahren Leben im Ausland mit ihrer Familie zurück in ihre Südtiroler Heimat, dem Pustertal gezogen. „Hide & Seek„ ist die zweite Arbeit, die sie seitdem realisiert hat. Wie auch in der vorausgegangenen Arbeit „Wald, wo bist du?”, die 2025 in der Stadt Galerie in Brixen zu sehen war, besinnt sich die Künstlerin in der neuen Arbeit auf den Ursprung ihrer Inspiration: den Wald ihrer Kindheit Nora Gutwenger lenkt den Blick in „Hide & Seek„ auf ein Objekt, das für sie eine Art Lücke im Makrokosmos des Waldes aufmachte, welche sie in ihre Arbeit einsteigen ließ: die „Waldhäuschen“ die von Kindern aus Ästen, Wurzeln, Moos und anderem Gefundenem im Wald gebaut werden. Bei ihren Beobachtungen im Wald erkannte sie diese Häuschen als zeitlose Momente, in denen sich Materialien, Atmosphären und Emotionen verdichten – Wie Leerräume im Alltag, die wie ein Zauber oder Traum wirken und uns unsere Beziehung zu der Welt, in der wir leben, neu entdecken lassen. In der Installation im Ausstellungsraum zeigen sich die Objekte losgelöst vom Ursprungsort, dem Wald, wobei Form und Farbe noch daran erinnern lassen. Sie sind sozusagen losgezogen - dabei teilweise schwankend und unsicher aber auch selbstbewusst, ja fast tanzend. Dabei bilden sie eine dynamische Synthese aus Zerbrechlichkeit und Widerstandsfähigkeit. Sie stehen miteinander in Beziehung, suchen aber auch Kontakt zum Publikum. Die Objekte stehen zwischen vergangenen Ruinen und moderne Artefakten, die versuchen uns in ihre Welt der immerwährenden Transformation eintreten zu lassen.