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Lebenswerk "Lebensraum und Natur" (in der Sprache der jeweiligen Organisation)
Tätig seit: 2000
Umweltwerkstatt

„Die Umweltwerkstatt im BH Kloster Neustift bemüht sich seit nunmehr 20 Jahren um Sensibilisierungs- und Informationsarbeit im natur- und umweltpädagogischen Kontext. Im vergangenen Jahr wurde unser Angebot von gut 3.500 Teilnehmer:innen im Rahmen von 135 Veranstaltungen angenommen - Schulklassen, Lerngruppen und viele weitere Gruppen von Kindern und Jugendlichen vom Kindergarten bis zur Maturaklasse erhalten im hauseigenen Biotop, den umliegenden Wiesen und Wäldern oder vor Ort an den jeweiligen Schulen spannende, interaktive und fundierte Einblicke in die Funktionsweise verschiedenster Ökosysteme, erkennen die Anpassungen von Flora und Fauna an ihre Lebensräume und bauen sich somit ein Fundament zum besseren Verständnis der vielfältigen Funktionen und Leistungen unserer Umwelt auf.

Dies bildet wiederum die Basis für umfangreiche Diskussionen zu Schutz, Erhalt und Förderung der Umwelt für uns und kommende Generationen. Die Inhalte werden altersgerecht, d. h. von spielerisch bis vorwissenschaftlich an die Teilnehmer:innen angepasst und von geschulten und erfahrenen Pädagog:innen vermittelt. Darüber hinaus sind wir stets bemüht, unseren Wirkungskreis zu erweitern und neue, aktuelle Themen einzuarbeiten. Dabei verfolgt die Umweltwerkstatt als gemeinnütziger Verein keine Gewinnabsicht. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Fördergelder und einen geringfügigen Restbehalt der Teilnehmer:innen.“

Tätig seit: 2014
hyla – Umweltgruppe Eisacktal

„Die Umweltgruppe Eisacktal hat sich zum Ziel gesetzt, sich für den Natur- und Landschaftsschutz im Eisacktal und die Sensibilisierung der Bevölkerung einzusetzen.

In den Sommermonaten werden Exkursionen zu verschiedenen Themen angeboten, wo fachkundige Referenten ihr Wissen teilen. Unter anderem gibt es eine Pilzexkursion, eine botanische Exkursion sowie eine Insektenexkursion. Um unsere Mitglieder auch außerhalb der Sommermonate zu sensibilisieren, werden regelmäßig Stammtische organisiert, wo über verschiedene umweltrelevante Themen in Südtirol diskutiert wird. Um den Artenschutz im Eisacktal zu fördern, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Nistkästen für verschiedene Vogelarten zusammengebaut und an geeigneten Stellen aufgehängt. Allein in Klausen wurden im Jahr 2022 109 Nistkästen montiert. In der Millander Au wird jedes Jahr eine Springkraut-Ausreißaktion organisiert, wo mit Hilfe von Freiwilligen die Biotopfläche von invasiven und nicht heimischen Pflanzenarten befreit wird.

Die Umweltgruppe hat auch eine beratende Funktion. 2022 wurden Pflegemaßnahmen im Biotop Raier Moos in der Gemeinde Natz-Schabs durchgeführt. Bei der Planung der Maßnahmen haben Vorstandsmitglieder der Umweltgruppe entsprechend mitgewirkt. Auch bei der Planung großer Projekte versucht die Umweltgruppe die Interessen der Natur zu vertreten. Beispielsweise wurde die Umweltgruppe bei der Planung der sogenannten „Südspange“ von Brixen zu einem Lokalaugenschein eingeladen. Dabei wurden verschiedene Varianten (und deren Auswirkung auf die Natur) sowie mögliche Milderungs- und Ausgleichsmaßnahmen diskutiert.“

Tätig seit: 1964
Jagdrevier Klausen

„Das Jagdrevier Klausen ist ein eigenständiges Mitglied des Südtiroler Jagdverbandes. Wir finanzieren unsere jährliche Vereinstätigkeit allein durch die Einzahlungen unserer Mitglieder. Unser Jagdrevier hat eine klare gesetzliche Aufgabe zu erfüllen. Z.B.:

  • Erhaltung und Verbesserung eines angemessenen Wildbestandes sowie den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen im Interesse der Allgemeinheit (Erfüllung des behördlich vorgegebenen Abschussplans);
  • Schaffung eines Vollzeit-Arbeitsplatzes (Jagdaufseher), bezahlt durch die Vereinsmitglieder;
  • verantwortlich für die Bezahlung eventueller Schäden durch jagdbares Wild in landwirtschaftlichen Kulturen;
  • Einsatzbereitschaft bei Wildunfällen auf Straßen

Das Motto und Ziel unseres Jagdreviers ist eine nachhaltige Naturnutzung im Rahmen unseres gelebten Gesamtkonzeptes. Dabei gilt das Jagdrevier Klausen als federführend unter allen Südtiroler Jagdrevieren und animiert andere Jagdreviere zur Nachahmung. Diese beispielgebenden Aktivitäten richten sich aber nicht nur nach innen (in Südtirol gibt es 145 Jagdreviere mit insg. über 6.000 Jägerinnen und Jägern), sondern auch nach außen, an die gesamte Südtiroler Bevölkerung, vom Kindergarten über Familien bis hin zu Seniorengruppen.

Mit unseren untereinander verzahnten Aktivitäten wollen wir aufzeigen, dass Jagd, verantwortungsbewusst und vollinhaltlich gelebt, nicht nur „ein Hobby ist“ oder auf das reine Erlegen von Wildtieren reduziert werden kann (so wie es teilweise von Personen/Teilen der Gesellschaft gesehen wird), sondern dass das Jagdwesen ein wertvoller und unverzichtbarer Teil unserer Kultur und unseres nachhaltigen Lebens ist.“