Lohnzahlungen in BAR sind seit 01.07.2018 verboten

Sehr geehrter Landwirt,

wie Sie bereits wissen, müssen seit dem 01. Juli 2018 alle Lohnzahlungen an die Arbeitnehmer über  rückverfolgbare Zahlungsmittel erfolgen. Die Bezahlung des Lohnes in bar ist somit ab diesem Datum nicht mehr zulässig. Dies gilt auch für eventuelle Vorschüsse auf den Lohn.

Der Betrag, welcher dem Arbeitnehmer überwiesen/gutgeschrieben wird, muss mit dem Nettolohn auf dem Lohnstreifen übereinstimmen.

Nachstehend möchten wir Ihnen in Kurzform die möglichen Varianten aufzeigen:

Variante A)

Die beste Lösung: Überweisung über ROB (Raiffeisen Online Banking) an das vom Arbeitnehmer angegeben Konto (IBAN und SWIFT).

Ablauf:

  • Der Landwirt erfasst die Stammdaten jedes Arbeitnehmers vorab im Raiffeisen Onlinebanking (ROB)

  • Durchführung der Überweisung bei Arbeitsende
  • WICHTIG: Zahlungsgrund sollte eindeutig sein (siehe unten)

Unterstützung durch die Raiffeisenkasse Untervinschgau:

  • Im Anhang finden Sie eine Unterlage mit Erklärungen wie die Eintragung der Stammdaten und die Überweisung effizient durch den Landwirt durchgeführt werden kann.

  • Bei Schwierigkeiten kann die Raiffeisenkasse kontaktiert werden.

Vorteil für den Arbeitnehmer und Arbeitgeber:

  • Die Überweisung kann der Landwirt eigenständig zu jeder Tages- und Nachtzeit machen

  • Der Arbeitnehmer ist dem Überfallrisiko nicht ausgesetzt
  • Der Landwirt braucht nicht mit allen Mitarbeitern in der Raiffeisenkasse erscheinen. (Erntehelfer kann die Rückreise antreten wann er will)

Kosten:

  • Landwirt: Buchungsspesen lt. Vertrag
  • Arbeitnehmer: lt. Spesen Empfängerbank

Beispiel für aussagekräftigen Zahlungsgrund:

         - Kontokorrent lautet auf den Arbeitnehmer:

            Bsp. DE: „Lohn September 2018 – Vorname Nachname Arbeitnehmer“

            Bsp. IT: „Stipendio settembre 2018 – Vorname Nachname Arbeitnehmer“

            Bsp. EN: „Salary September 2018 – Vorname Nachname Arbeitnehmer“

         - Kontokorrent lautet auf einen Verwandten des Arbeitnehmers (nur mit ausdrücklicher Erklärung des Arbeitnehmers siehe Anhang 1 - Bestaetigung_IBAN_Arbeitnehmer.pdf):

            Bsp. DE: "Lohn September 2018 - Vorname Nachname Arbeitnehmer - Kontoinhaber: Vorname Nachname Kontoinhaber"

            Bsp. IT: "Stipendio  settembre 2018 - Vorname Nachname Arbeitnehmer - Titolare: Vorname Nachname  Kontoinhaber"

            Bsp. EN: "Salary September 2018 - Vorname Nachname Arbeitsnehmer - Account: Vorname Nachname Kontoinhaber"

 

Variante B)

Überweisung durch die Bank an das vom Arbeitnehmer angegebene Konto (IBAN und SWIFT).

Ablauf:

  • Kopie der IBAN-Erklärung (siehe Anhang oder Vorlage SBB) lautend auf den Erntehelfer (!) wird vom Landwirt bei Arbeitsbeginn in die Geschäftsstelle gebracht oder per E-Mail gesendet.

  • Der Landwirt informiert 1 bis 2 Tage vorher wann die Auszahlung erfolgen soll (damit wir uns leichter organisieren können) 

  • Der Landwirt bringt die Überweisungsaufträge in die Geschäftsstelle. Mit dem Lohnstreifen des Erntehelfers wird die Überweisung vom Bankmitarbeiter am Schalter gebucht (falls am Schalter großer Andrang ist, werden Überweisungen später gebucht)

Vorteil für den Arbeitnehmer und Arbeitgeber: 

  • Der Arbeitnehmer ist dem Überfallrisiko nicht ausgesetzt. 
  • Der Landwirt braucht nicht mit allen Mitarbeitern bei uns erscheinen. 

Kosten: 

  • Landwirt: Buchungsspesen lt. Vertrag 
  • Arbeitnehmer: lt. Spesen Empfängerbank

Variante C)

Ausstellung Bankschecks: Barauszahlung an den Arbeitnehmer 

Ablauf: 

  • Der Landwirt muss bei Arbeitsbeginn alle notwendigen Daten des Erntehelfers (UNILAV-Meldung,  Ausweis) in der Geschäftsstelle vorbeibringen. 

  • Anlage der vom Gesetz vorgeschriebenen anagrafischen Daten pro Arbeitnehmer und Erstellung Datenschutzerklärung (aufwändige Prozedur - erledigt die Bank)

  • Ausgabe Scheckheft an den Landwirt
  • Der Landwirt stellt den Scheck an den Erntehelfer aus. 
  • Der Erntehelfer kann sich den Scheck grundsätzlich bei der Post oder bei der Bank auszahlen lassen. Die Barauszahlung wird auch von unserer Raiffeisenkasse angeboten. 

Kosten: 

  • Landwirt: Buchungsspesen lt. Vertrag 
  • Arbeitnehmer: Kosten pro Scheckauszahlung (siehe Informationsblatt)

Nachteile: 

  • Jeder Arbeitsnehmer muss in die Bank gehen.
  • Großer Andrang bei Ernteende führt zu längeren Wartezeiten.
  • Der Arbeitnehmer ist an die Öffnungszeiten der Bank gebunden.
  • Der Arbeitnehmer ist bei einer Barauszahlung dem Überfallrisiko ausgesetzt.

Wir teilen Ihnen mit, dass die Schecks der ehemaligen Raiffeisenkasse Tschars und Schnals nicht zu verwenden sind. Sie erhalten in jeder Geschäftsstelle ein neues Scheckheft der Raiffeisenkasse Untervinschgau. 

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter in den verschiedenen Geschäftsstellen gerne zur Verfügung.