Die Geschichte der Raiffeisenkasse Überetsch

Angespornt von der Vision des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) und der Idee eine Raiffeisenkasse in der Gemeinde Eppan zu gründen, begann im Jahre 1968 ein Gründungskomitee unter dem Vorsitz von Arnold Plunger mit seiner Arbeit.

Zur gleichen Zeit wurde auch in der Gemeinde Kaltern der Wunsch stärker, die einst bestandene Raiffeisenkasse neu zu gründen. Hier war es der damalige Obmann der Ersten Kellereigenossenschaft Kaltern, Johann Sölva, der an der Spitze des Arbeitskomitees mit den Vorbereitungen begann.

Am 25. März 1972 konnte die notarielle Gründung der Raiffeisenkasse St.Pauls/Eppan im Kinosaal in Eppan vorgenommen und mit ihr der erste Vorstand mit Arnold Plunger als Obmann gewählt werden.

Bereits drei Tage später reichte die Raiffeisenkasse St. Pauls/Eppan beim Landesausschuss drei Anträge für die Errichtung weiterer Bankschalter in St. Michael/Eppan, Kaltern und Girlan ein.

Am 10. November 1972 genehmigte der Landesausschuss die Eröffnung eines Bankschalters in St. Pauls und drei Tage später konnte die Raiffeisenkasse St. Pauls/Eppan unter der Leitung von Hansjörg Hechensteiner ihre Tätigkeit aufnehmen. Nach 35 Jahren öffnete somit im Überetsch erstmals wieder ein eigenes genossenschaftliches Bankinstitut einen Schalter, nachdem die Wirren des Faschismus die damalige Raiffeisenkasse zur Aufgabe gezwungen hatten.

In den Jahren 1973 bis 1976 wurden nacheinander Geschäftsstellen in Kaltern,
St. Michael und Girlan eröffnet und somit das Ziel die Hauptorte des Überetsch mit einem Raiffeisen-Bankschalter bedienen zu können erreicht. Zugleich wurde auch der Verwaltungssitz nach St. Michael/Eppan verlegt und die logische Konsequenz war die im Jahre 1977 durchgeführte Abänderung der Namensgebung von Raiffeisenkasse St. Pauls/Eppan in Raiffeisenkasse Überetsch.

Weitere Meilensteine zur Entwicklung der Raiffeisenkasse Überetsch waren der Abschluss der Umbauarbeiten und Neueröffnung des Verwaltungssitzes am Rathausplatz von St. Michael/Eppan im Jahre 1984, sowie die Eröffnung von Bankschaltern in Frangart (1985), Tramin (1990) und Kaltern – Bahnhofstraße (1994).