Mitteilung an die Inhaber von Überbringersparbüchern

Überbringerpapiere und Überbringersparbücher, deren Guthaben mehr als 100.- Euro beträgt und seit mehr als 10 Jahren nicht mehr bewegt worden sind, fallen unter die Kategorie „schlafende Einlagen“ (siehe Ges. Nr. 266 vom 23.12.2005 Art. 1 Abs. 343 und 345 und VPR Nr. 116 vom 22.06.2007).

Unter Beachtung der diesbezüglich vom Gesetz vorgesehenen Informationspflicht werden die Inhaber der genannten Sparbücher eingeladen, uns innerhalb von 180 Tagen nach Ablauf der 10 Jahre ab letzter Bewegung oder, falls die 10 Jahre bereits verstrichen sind, ab Veröffentlichung dieser Mitteilung in den Schalterräumen unserer Bank Anweisungen zu erteilen.

Der Sparvertrag erlischt nicht, wenn innerhalb der genannten Frist von 180 Tagen eine Bewegung auf Veranlassung des Inhabers stattfindet.

Für den Fall, dass keinerlei Verfügung erfolgt, wird darauf hingewiesen, dass der Sparvertrag nach Ablauf der genannten Frist erlischt und der entsprechende Betrag dem im Art. 1 Abs. 343 des Ges. Nr. 266/2005 angesprochenen Fonds abgeführt wird. Dieser Fonds hat den Zweck, die Sparer zu entschädigen, die infolge einer Anlage am Finanzmarkt geschädigt worden sind.

Die unter die Kategorie „schlafende Einlagen“ fallenden Geschäftsbeziehungen werden monatlich aktualisiert und in den Schalterräumen der Bank an den Anschlagetafeln veröffentlicht.

Zirkularschecks und Versicherungspolizzen

Das Wirtschafts- und Finanzministerium vertritt die Meinung , dass nach Ablauf der Verjährungsfrist (d.h. nicht erfolgte Einlösung durch den Begünstigten innerhalb von 3 Jahren ab Ausstellungsdatum bzw. nicht verlangte Rückerstattung des Scheckbetrages durch den Antragsteller innerhalb von 10 Jahren ab Ausstellungsdatum, sofern er den Scheck materiell vorlegt) die Beträge von Zirkularschecks unwiderruflich und unabänderbar dem  im Art. 1 Abs. 343 des Ges. Nr. 266/2005 angesprochenen Fonds anheim fallen, und zwar auch dann, wenn die Bank den Scheckbetrag noch nicht abgeführt hat. Somit scheint es nicht mehr möglich zu sein, Beträge von Zirkularschecks nach Ablauf dieser Fristen zurückzuholen.

Dasselbe gilt für Versicherungspolizzen („polizze assicurative“), wenn die Begünstigten ihren Rechtsanspruch nicht innerhalb der im Art. 2952 ZGB vorgesehenen Verjährungsfrist von 2 Jahren geltend machen.

Kastelruth, am 06.07.2009

Schlafende Geschäftsverbindungen

Zur Zeit sind keine schlafenden Geschäftsverbindungen gemeldet.