Das tägliche Ei...

Projektträger: ARCHIMEDE – A.I.A.S. Sektion Leifers

Projektbeschreibung: Das Projekt entstand gemäß der Richtlinien und Ziele der Gründungsmitglieder des Verbandes ARCHIMEDE – A.I.A.S. Sektion Leifers, deren Zweck und Sinn ist, die Beschäftigung der Freizeit aber auch die Forderung der Selbstständigkeit von Menschen mit Beeinträchtigung beider Sprachgruppen zu fördern.  

Das Projekt besteht aus dem Bau und Betreuung eines Hühnerstalls mit dazugehörigem Auslauf  sowie einem Gemüsegarten. Die Personen mit Behinderung werden täglich, mit Unterstützung freiwilliger Betreuer, im Hühnerstall arbeiten, d.h. das Wohlbefinden der Hühner kontrollieren, alles reinigen, Futter streuen, Wasser nachfüllen und natürlich die Eier einsammeln und korrekt einpacken. Um die Initiative zu unterstützen, werden die Eier einmal in der Woche, gegen einer freiwilligen Spende verteilt. Gemüsegarten: Die Betreuten des Verbandes, immer mit Unterstützung freiwilliger Helfer, werden sich mit den verschiedenen Gemüsesorten befassen. Zuerst wird fleißig gesät (Tomaten, Zucchini, Auberginen u.a..) um dann rechtzeitig die einzelnen Pflänzchen ins Gartenbeet umzusetzen. Im Sommer wird dann das Gemüse geerntet und im Spätherbst nach der Ernte des „Radicchio Trevigiano“ wird die Erde wiederum mit Kompost (gesammelter Hühnermist und Gemüseabfalle) angereichert und für den Frühjahr vorbereitet.                                                                                

Ziel des Projekts: Den Menschen mit Beeinträchtigung Würde und Genugtun durch einfache und überschaubare Aufträge zu vermitteln, indem sie die Produkte ihrer Arbeit herzeigen können und dabei auch mit ein bisschen Taschengeld belohnt werden. Außerdem sind die o.a. Aktivitäten unter sich verbunden (Kreislaufwirtschaft: Hühnerstall?Kompost?Garten).


Branzoller Geschichte für Kinder

Projektträger: Bibliothek Branzoll

Projektbeschreibung: Das zweisprachige (dt.-ital.) Kinderbuch entsteht in enger Zusammenarbeit mit der italienischsprachigen Biblioteca Vivaldi in Branzoll, die unser ebenbürtiger Projektpartner ist.

Durch den zweisprachigen Ansatz wird der Tatsache Rechnung getragen, dass in Branzoll beide Sprachen gleichermaßen in Gebrauch sind. Durch eine gegenübergestellte Übersetzung haben die jungen Leserinnen und Leser die Möglichkeit, den Text gleichzeitig auch in der Zweitsprache nachzulesen und zu vertiefen.

In kindgerechter Sprache und durch anschauliche Bilder gewinnen Kinder einen Eindruck über historische Abläufe und Geschehnisse in unserem Dorf und entwickeln gleichzeitig ein Gespür für früher und heute. Einige historische Grundinformationen werden klar und prägnant formuliert, damit sich Kinder anhand der Inhalte orientieren können. Orte, Plätze, Materialien und Gegebenheiten sollen leicht wiedererkannt und erlebbar gemacht werden.

Die Publikation kann in den Kindergärten, wie auch in den Grundschulen für den Unterricht genutzt werden und wird in unseren Bibliotheken aufliegen. Zusätzlich wird das Buch allen Branzoller Haushalten mit Kindern zur Verfügung gestellt. Leseförderung, Hinführung zum Bibliotheksbesuch und das Kennenlernen des eigenen Ortes, ist eine wichtige und nachhaltige Voraussetzung für soziale Integration und Verwurzelung.

Mit diesem Buchprojekt werden die Gemeinschaft und das Zusammenleben in Branzoll gefördert und gepflegt. Für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde stellt es einen wertvollen Beitrag dar.

Text und Konzeption: Dr. Sylvia Hofer, Dr. Margot Pizzini

 

Ziel des Projekts: Erstellung eines illustrierten Kinderbuches zur Geschichte Branzolls.
Die beiden in Branzoll tätigen Bibliotheken, Bibliothek Branzoll und Biblioteca Vivaldi, möchten dadurch ihrem kulturellen Förder- und Bildungsauftrag nachkommen. Die kostenlose Bereitstellung einer Publikation soll bei den in Branzoll aufwachsenden Kindern und deren Familien das Interesse für die Geschichte des Dorfes wecken, ihre Ortskenntnis und die Verbundenheit mit ihrem Lebensraum fördern. Auf diese Weise werden Alteingesessene und Neubranzoller in gleicher Weise auf die Merkmale des Dorfes aufmerksam gemacht, lernen es besser kennen und werden es somit auch stärker wertschätzen. Durch dieses Projekt soll auch auf das kostenlose Leseangebot der beiden Bibliotheken in Branzoll hingewiesen werden.                                                                                                                                                             


Fly goes Social

Projektträger: Jugendzentrum Fly

Projektbeschreibung: Es wird seit Dezember an der Umsetzung eines Fotobuches gearbeitet, in dem ein Querschnitt durch die „1000 Gesichter“ der Leiferer Jugend dokumentiert und journalistisch begleitet wird.

Besonders in unseren Resozialisierungsprojekten sind kreative Ansätze, wie beispielsweise die Fotografie von großer Bedeutung, da sie ein Schlüssel zur Kontaktaufnahme und Kontaktvertiefung darstellen. Die große Herausforderung unserer Streetworker besteht darin, das von den betroffenen Jugendlichen in die Gesellschaft verlorengegangene Vertrauen behutsam wiederaufzubauen. In einem zweiten Schritt soll ihnen durch die Kooperation und die Veröffentlichung des Fotobuches die Freude an einer sinnstiftenden kreativen Tätigkeit vermittelt werden. Des Weiteren soll über das Fotoprojekt eine Auseinandersetzung mit dem Begriff "Herkunft" und "Heimat" stattfinden, auch bzw. gerade, wenn sich die Herkunft nicht mit dem aktuellen Wohnort Leifers deckt. Gescheiterte Integration von zwei-heimischen Jugendlichen ist häufig auf Identitätslosigkeit zurückzuführen. Diesem Problem kann entgegengewirkt werden, indem unter anderem über dieses Fotobuchprojekt die Identifikation mit der neuen Heimat Leifers gestärkt wird.

Genauso wichtig ist im Rahmen des Projektes die in Leifers verwurzelten Jugendlichen mit einzubeziehen. Aufgrund der drastischen Veränderungen, denen die heutige Stadt (das frühere Dorf) ausgesetzt ist, gilt es, verlorengegangene Vertrautheit neu herzustellen. Die Bilder sollen in einem ca. 75 Seiten umfassenden Fotobuch zusammengefasst und publiziert werden. Der Inhalt setzt sich zum größten Teil aus Farbfotografien zusammen. Ergänzt wird er von Texten anthropologischer Natur.

 

Ziel des Projekts: Grundsätzlich ist es Teil unseres Auftrages als Jugendzentrum das sehr überschaubare Angebot für Jugendliche in Leifers zu kompensieren. Auch möchten wir einen Beitrag dazu leisten, ein neues Gemeinschaftsgefühl zu schaffen und zu verhindern, dass die Stadt zu einem reinen Wohnort verkommt. In der Fotografie sehen wir eine Möglichkeit, Menschen zusammenzuführen.

Durch das Fotobuch sollen Ressentiments abgebaut werden, die Erwachsene Jugendlichen gegenüber hegen. Es soll zum besseren Verständnis für die Lebenswelten der Jugendlichen beitragen.

Vorgesehen ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Projekt "Streetwork", das seit ca. drei Jahren zum Tätigkeitsfeld des Jugendzentrums Fly gehört. Die Zusammenarbeit zwischen der Offenen Jugendarbeit und der Sozialen Arbeit soll zu einer Win-win-Situation werden. Die Jugendarbeit kann die Kontakte der Streetworker nutzen, um Jugendliche in das Projekt miteinzubeziehen, ohne die ein repräsentativer Querschnitt durch die Leiferer Jugend nicht möglich wäre. Umgekehrt kann das Medium Fotografie genutzt werden, um die Bindungen mit perspektivlosen Jugendlichen zu stärken und ihren Alltag abwechslungsreicher zu gestalten. Das publizierte Buch ist für die breite Öffentlichkeit, die auf die Bedürfnisse, Probleme, Erwartungen und Träume von Jugendlichen sensibilisiert werden soll. Durch das Buch soll ein Bogen von der Jugend in die Erwachsenenwelt gespannt werden.


Alpenländisches Zeichen der Volksfrömmigkeit – ein (neues) Dorfbild für eine jahrhundertealte Talschaft

Schützenkompanie Montan

Projektbeschreibung: Errichtung eines Kleinods in der Talschaft Glenertal/Montan mit einem Verweilplatz, Bildstöckl und Brunnen als Zeichen der Dankbarkeit und für den Zusammenhalt, die Gemeinschaft. Das Glenertal ist ein uraltes, kleines Siedlungsgebiet zwischen dem Ortskern von Montan und der Fraktion Glen im Unterland. Die Zone befindet sich am Fuße des Naturparks Trudner Horn. Sie ist eingebettet in eine herrliche Reblandschaft und die schöne Naherholungszone, der Radwege entlang der alten Fleimstalbahn, die als Nachschub- und Versorgungslinie im Ersten Weltkrieg im Lagorai diente, läuft daran vorbei.

Vor Jahrzehnten entstand unter einigen Bewohnern ein großer Wunsch: Ein Kleinod sollte geschaffen werden. Man möchte ein Zeichen des Dankes setzen, aber damit auch den Zusammenhalt in der Talschaft fördern und für den Schutz der hier lebenden Familien vor Unheil, Gefahren und Katastrophen bitten. Das Glenertal ist einem schnellen Durchzugsverkehr aus und in das Nachbardorf Truden ausgesetzt und es befindet sich inmitten einer Gefahrenzone (Wasser UND Steinschlag).

Letztes Jahr nahmen sich einige engagierte, junge Schützen unserer Kompanie und Freunde ein Herz und gründeten eine Arbeitsgruppe, um die Idee zu konkretisieren. Nachdem ein Projektplan aufgesetzt wurde und alle 19 (!) Glenertaler Familien für das Vorhaben gewonnen werden konnten, startete die Projektierung.

Neben dem Bildstöckl sollen ein Brunnen und ein kleiner Verweilplatz mit Tisch und Bank entstehen. Dafür muss auch der bestehende Platz erweitert und gestaltet werden. Ein Bauer hat dafür kostenlos sein Grundstück zur Verfügung gestellt und eine Montaner Dorfbewohnerin hat uns einen alten Öldruck des Hl. Aloisius geschenkt.

Viele fleißige Hände und Engagement werden jedoch noch gebraucht sein. Die Bürokratie und die Baukosten lasten schwer. Und hier freuen sich die Schützen auf jede Unterstützung und schauen schon gemeinsam mit den Glenertaler Familien, ob jung oder alt, aufgeregt, dem neuen – endlich ihrem eigenen -  Platz am beliebten Zugang zur Bahnterrasse entgegen.                                                                                  

Ziel des Projekts: Verwirklichung eines Ortes der Begegnung, eines Zentrums für eine gesamte, jahrhundertealte Talschaft, die mitten in einer Gefahrenzone lebt (Steinschlag, Wasser und Durchzugsverkehr) und um Gemeinschaft und Zusammenhalt bemüht ist sowie Dankbarkeit zeigen möchte.


Garten der Begegnung Auer

Projektträger: Jugend Cultura Unterland

Projektbeschreibung: Der Garten der Begegnung ist ein Projekt, das vor einigen Jahren in Auer begann. Bisher wurden bereits die Errichtung und Gestaltung des Gartens gemacht und es wurde eine erste Zusammenarbeit mit Privaten und öffentlichen Organisationen gestartet.

Der Garten der Begegnung soll ein Ort sein, an dem sowohl Schulen, Pflegeheime, Menschen mit Beeinträchtigung und auch Privatpersonen einen Ort haben, an dem sie selbst die Natur mitgestalten und erleben können.

Das oberste Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sich Menschen verschiedener Generationen, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und ethnischer Herkunft treffen können, sich kennenlernen und gemeinsame Räume und Erfahrungen teilen können, um die Mauern der Vorurteile abzubauen.

Unser weiteres Projekt ist es nun, diesen Raum, diesen Garten der Begegnung, mit kulturellen Veranstaltungen zu füllen, um die Aktivitäten und die besonderen Begegnungen des Gartens nicht nur für die wahren Nutzer, sondern auch für die gesamte Bevölkerung des Unterlands bekannt zu machen.                                                                                                          

Um dies zu erreichen, ist es jedoch notwendig, die Struktur mit neuen Geräten, angemesseneren Räumen und Empfangseinrichtungen auszustatten, welche das geplante Programm unterstützen können.

Hier eine Vorschau des Event-Programmes der nächsten Monate:

MAI

  • Projekt: Die Tradition des Maibaums
  • Floristik Workshop: Blumenstrauß binden zum Muttertag
  • Aperitivo & Live Concert with Fabian Heidegger
  • Bienentag: Vortrag mit Verkostung
  • Event: Cucina Ethnica 
  • Gesprächsreihe zum Thema "Sexuelle Bildung" 

JUNI

  • Jamsession
  • Vogelhütten-Workshop
  • Kirschenernte und Verarbeitung
  • Ethicalfood presentazione e degustazione
  • Kräuternamen Steckerlen basteln mit Kids

JULI

  • Evento formativo viaggio Campi della Legalità Corleone
  • Gartenberatung Sabine Parteli
  • Regenwurmkasten bauen
  • Upcycling für Garteneinrichtung

AUGUST

  • Fahrradkino/Freilichtkino
  • Etiketten gestalten für Einweckgläser
  • Workshop Strohhut flechten
  • Jamsession
  • Töpfer Day und Ausstellung

Ziel des Projekts: Ausweitung des Angebots des Gartens der Begegnung auf das ganze Unterland - durch die Schaffung eines Kreislaufs von kulturellen Veranstaltungen, die darauf abzielen, Barrieren zu überwinden.