Taschengeld

Der Umgang mit Geld muss gelernt sein

Den Umgang mit Geld gibt man unbewusst an die eigenen Kindern weiter, deshalb ist es wichtig, den Kindern eine bewusste Gelderziehung zukommen zu lassen.

Je offener darüber geredet wird, was man sich leisten kann und was nicht, desto früher bekommen Kinder einen Bezug dazu. Es soll aber nicht nur darüber geredet werden, sie sollen auch lernen, sich Beträge über einen bestimmten Zeitraum einzuteilen.

Taschengeld als Übungsfeld

Mit Taschengeld erlernen Kinder den Wert des Geldes kennen: durch verschiedene Dinge, die sie sich kaufen, bekommen sie ein Gefühl für viel und wenig, teuer und billig. Sie lernen ihr Geld einzuteilen, finanzielle Prioritäten zu setzen und eigene Entscheidungen zu treffen. Was wird von dem Geld gekauft? Ist es sinnvoll oder unnütz? So entwickeln und behalten Kinder auch später Selbständigkeit und Verantwortlichkeit im Umgang mit Geld.

Wie viel Taschengeld?

Kindern bis neun Jahren sollte das Taschengeld wöchentlich ausbezahlt werden. Sie haben noch Schwierigkeiten, ihr Geld über einen ganzen Monat hinweg zu planen. Ab zehn Jahren sollte dann mit der monatlichen Auszahlung begonnen werden. Dann ist es für den Heranwachsenden an der Zeit, finanzielle Organisation zu lernen. Auch dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können, ist ein wichtiges Lernziel. Die Höhe des Taschengeldes richtet sich nach der individuellen Situation, der persönlichen Einstellung und der finanziellen Lage der Familie. Eine Orientierungshilfe bietet die Broschüre „Taschengeld mit Köpfchen“ der Raiffeisenkassen.

Tipps:

• Das Taschengeld sollte pünktlich und regelmäßig ausbezahlt werden, damit das Kind planen kann

• Vorschüsse sind kontraproduktiv und das Kind sollte keine Extra-Euro bekommen. Besser ist es, mit dem Kind darüber zu reden, wie es zu dem Engpass kam und wie es sich das nächste Mal vermeiden kann

• Das Kind soll selbst und frei entscheiden können, was es mit seinem Geld kauft. Nur wenn das Kind gefährliche oder ungesunde Waren kauft, sollten die Eltern eingreifen

• Taschengeld ist nicht dazu da, um Schulmaterial, Grundnahrungsmittel oder Kleidung zu bezahlen. Ausnahme: Das Kind hat Schulbücher mit Absicht beschädigt, es möchte ein besonders teures Kleidungsstück…

 • Wichtig: Taschengeld sollte nicht als Druckmittel eingesetzt werden

Weitere Informationen rund um das Thema Taschengeld und die Broschüre „Taschengeld mit Köpfchen“ erhältst du in deiner Raiffeisenkasse am Sitz in Schlanders oder in der Filiale Kortsch.