Sparen ist immer aktuell!

DAS SPARSCHWEIN ZUR BANK ZU TRAGEN UND SICH ÜBER ZINSEN AUF DEM SPARBUCH ZU FREUEN – DAS WAR EINMAL. SEIT DIE EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) VOR JAHREN IHRE NULLZINSPOLITIK EINGELÄUTET HAT, HABEN ES SPARER SCHWERER. ZUDEM GEISTERT DIE GEFAHR DER STEIGENDEN INFLATION DURCH DIE FINANZPRESSE. WARUM ALSO NOCH SPAREN?

Wer spart, legt etwas zur Seite und verzichtet auf den gegenwärtigen Konsum. Für die Erfüllung eines Wunsches, die eigenen vier Wände, die Ausbildung der Kinder oder um einen Notgroschen für Unvorhergesehenes zu haben. Geld ist nicht das Ziel, sondern Mittel zum Zweck. Natürlich ist es wenig sinnvoll, das verdiente Geld in übertriebener Vorsicht zu horten wie es bedenkenlos zur Gänze auszugeben. Sinnvollerweise kann es nämlich nur heißen: Bewusst Konsumieren und Sparen. Beides ist für den einzelnen als auch für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung.

Sparen für alle

Das Thema Sparen kann nicht losgelöst vom Einkommen und dessen Entwicklung betrachtet werden. Bei steigenden Lebenshaltungskosten und stagnierenden Reallöhnen fällt es vielen Menschen immer schwerer, regelmäßig Geld auf die Seite zu legen. Gerade durch die Coronapandemie hat ein Teil der Südtiroler Bevölkerung große finanzielle Einbußen erlitten. Vielfach herrscht auch die Meinung vor, dass es für Otto Normalverbraucher unrealistisch sei, ein Vermögen aufzubauen. Nichtsdestotrotz gilt: Klug sparen ist auch mit kleinem Budget möglich. Für den Aufbau eines stattlichen Kapitals braucht es kein überdurchschnittliches Gehalt, sondern einen guten Sparplan. Dies gilt auch und besonders für die private Zusatzvorsorge für das Alter, die immer wichtiger wird.

In der Krise wird mehr gespart

Ein Teil der Südtiroler hat ihr Geldvermögen in letzten Monaten sogar vermehrt, die Liquidität auf den Konten ist gestiegen. In der Corona-Krise wurde mehr gespart, zum einen aus Sorge um die Zukunft, zum anderen, weil über längere Zeit Konsum- und Freizeitmöglichkeiten stark eingeschränkt waren. Laut AFI-Barometer hat sich die Sparquote der Südtiroler Haushalte im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Was tun mit dem gesparten Geld? Experten raten dazu, zwei bis drei Monatsgehälter als eiserne Reserve liquide zu halten, aber kein größeres Geldvermögen unrentabel auf dem Konto liegen zu lassen oder gar als Bargeldreserve zuhause zu bunkern.

Der fachliche Rat

Es gibt keine Patentrezepte für einen erfolgreichen Vermögensaufbau oder die Geldanlage. Schon deshalb nicht, weil persönliche Anlageziele, -horizonte und Risikoprofile sehr unterschiedlich sein können. Wohl aber gibt es, auch in der Niedrigzinsphase, viele attraktive Möglichkeiten, Geld zu sparen und anzulegen. Den Menschen als Ganzes zu sehen, seine Bedürfnisse, Wünsche und Ziele in den Vordergrund zu stellen und mit den Investitionsmöglichkeiten in Einklang zu bringen, entspricht dem genossenschaftlichen Beratungsansatz. Die Berater in den Raiffeisenkassen erteilen jederzeit fachkundigen Rat.

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