Raiffeisen Sommergespräche 2017

Innovation - Die Zukunft wird so aussehen, wie wir sie gestalten

Vor zehn Jahren waren die Raiffeisen Sommergespräche eine mutige und innovative Idee, heute eine etablierte Veranstaltung, die in Bruneck nicht mehr wegzudenken wäre. Über Innovation und ihre Auswirkung auf die Zukunft diskutierte man vergangenen Freitag in der Raiffeisenkasse Bruneck. An die 300 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur fanden sich in der umfunktionierten Schalterhalle ein, um sich von Moderator Eberhard Daum durch einen spannenden Abend führen zu lassen und den Ausführungen hochkarätiger Referenten zu folgen: Landeshauptmann Arno Kompatscher, Prof. Dr. Alexander Steinkasserer, Leiter der Abteilung für Immun-Modulation an der Uniklinik Erlangen und Esther Ausserhofer, Vorstand Organisation und Human Ressources bei Dr. Schär, Burgstall.

Gelungene Spendenaktion

Die Veranstaltung wurde mit der Verkündung des Ergebnisses der Spendenaktion abgeschlossen. Die Spende der Gäste wurde von der Raiffeisenkasse Bruneck verdoppelt: Insgesamt wurden 6.000€ an den Verein Clowndoctors, den Verein Frauen helfen Frauen und dem Projekt Bröseljäger (Verein Volontarius) gespendet.

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Fotos: Martin Tinkhauser

Die Raiffeisen Sommergespräche: Vor zehn Jahren eine mutige und innovative Idee, heute eine etablierte Veranstaltung, die in Bruneck nicht mehr wegzudenken wäre. Eben über Innovation und ihre Auswirkung auf die Zukunft diskutierte man vergangenen Freitag in der Raiffeisenkasse Bruneck. An die 300 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur fanden sich in der umfunktionierten Schalterhalle ein, um sich von Moderator Eberhard Daum durch einen spannenden Abend führen zu lassen und den Ausführungen hochkarätiger Referenten zu folgen.

 Innovation, mag es auch ein Modewort sein, so ist sie Basis für Fortschritt und Wohlstand. Alexander Steinkasserer, Leiter der Abteilung für Immun-Modulation an der Uniklinik Erlangen, weiß wovon er spricht: „Forschung und Innovation hat das Überleben unzähliger Menschen gesichert. Angefangen bei der Entdeckung von Antibiotika über die Pockenimpfung bis hin zur aktuellen medizinischen Forschung: der Bekämpfung von Krebs.“ Genau damit beschäftigt sich das Team von Steinkasserer im Labor an der Uniklinik Erlangen. Kleine aber erfolgreiche Schritte treiben die Wissenschaftler an. „Man darf sich nie auf einem Erfolg ausruhen, es muss immer weiter geforscht werden“, denn: „Wenn wir in die Zukunft investieren, dann werden wir auch ernten.“ Damit meint Steinkasserer neben dem wirtschaftlichen vor allem auch den sozialen Mehrwert, der durch Forschung und Innovation entstehen soll. Was Südtirol betrifft, so wäre das Potential enorm. Es müsse hart daran gearbeitet werden, ein innovatives Forschungsumfeld im Gesundheitsbereich zu schaffen.

Große Neuigkeit für Bruneck

Kein geringerer als Landeshauptmann Arno Kompatscher weiß das relativ schlechte Forschungsimage Südtirols zu verteidigen: „Es ist bestimmt noch Luft nach oben, aber Forschung passiert auch in Südtirol – und das nicht so wenig wie die meisten denken.“ Zum einem nennt Kompatscher die Beiträge und Finanzierungen für Innovation an Unternehmen, zum anderen ist auch die Landesregierung selbst aktiv und schafft Strukturen für den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Zukunft soll die beiden Akteure zusammenbringen. Als Beispiel dafür ließ Kompatscher sogleich eine Bombe platzen: Die Entstehung eines Technologieparks in Bruneck. „Gemeinsam mit einheimischen Unternehmen wird in Bruneck ein Technologiepark für den Automotivsektor geschaffen, der hochqualitative Arbeitsplätze und hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten bieten soll.“ Damit einher ginge ebenso die Erweiterung der Studienangebote am Brunecker Campus der Universität Bozen. Die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung soll den Standort Bruneck für junge Wissenschaftler noch attraktiver machen. „Das wird den Unternehmen im Pustertal helfen und letztlich für Südtirol ein großer Mehrwert sein“, so der Landeshauptmann. Fakt ist: die Forschungslandschaft in Südtirol ist in Bewegung. Vor allem auch deshalb, weil Unternehmen wie auch Landesregierung verstanden haben, dass Forschung und Innovation Voraussetzung sind, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

Innovation ist Einstellungssache

„Innovation kann bahnbrechend sein, eine Revolution. Doch Innovation muss ebenso täglich in den Köpfen jedes einzelnen passieren“, so Esther Ausserhofer, Vorstand Organisation und Human Ressources bei Dr. Schär. Ein Unternehmen, das den Stellenwert der Forschung und Entwicklung schon lange verstanden hat. „Ohne Forschung, Entwicklung und Innovation könnte das Unternehmen Dr. Schär nicht überleben.“ Deshalb sei Innovation bei Dr. Schär auch Teil der Unternehmenskultur geworden, mehr noch: zur Einstellungssache der Mitarbeitenden. Eine Idee, die auch Gastgeber und Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Bruneck, Anton Josef Kosta teilt: „Dem Denken sind keine Grenzen gesetzt. Man kann denken wohin und wie weit man will. Innovative Ideen und Gedanken werden umso mehr geboren, wenn man an ein gemeinsames Ganzes glaubt.“

 Spende für den guten Zweck

Zum Abschluss der Sommergespräche verkündete Obmann Hanspeter Felder das Ergebnis der Spendenaktion, die bereits zum dritten Mal erfolgreich stattgefunden hat. Die Gäste spendeten bei ihrer Anmeldung zur Veranstaltung eine eindrucksvolle Summe, die von der Raiffeisenkasse Bruneck verdoppelt wurde: Insgesamt wurden 6.000€ an die Clowndoctors Südtirol, den Verein Frauen helfen Frauen und das Projekt Brösljäger des Vereins Volontarius gespendet.