Vollversammlung in Sonderform – Rückblick auf ein gutes 2019

Vollversammlung genehmigt Jahresabschluss 2019

Trotz der Wahl eines späten Termins für unsere Vollversammlung war es uns heuer wegen der behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie nicht möglich, unser 'Familienfest' in gewohnter Form und mit Anwesenheit unserer Mitglieder abzuhalten.

Die Mitglieder konnten an diesem 4. Juni zwar nicht an der Versammlung teilnehmen, aber dennoch ihre Stimme abgeben, indem sie mit einer Vollmacht der von der Gesellschaft ernannten Vertreterin Elisabeth Ladinser vorgaben, wie zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abgestimmt werden musste. Knapp 200 Mitglieder nahmen von ihrem Stimmrecht in dieser Form Gebrauch, ihnen gebührt unser Dank für ihr Interesse an unserer Genossenschaftsbank.

Im Rahmen der Vollversammlung blickten der Obmann Alexander Gasser und der Direktor Erich Innerbichler auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück, in dem es – trotz schwieriger Zeiten – gelungen ist, zu wachsen. Das Wachstum wird dabei nicht unbedingt in der Steigerung der Volumina beurteilt, als viel mehr in der Erhöhung der Dienstleistungsbereitschaft gegenüber unseren Kunden und Mitgliedern.

„Eine Raiffeisenkasse ist nur ihren Mitgliedern verpflichtet“, erklärt der Direktor. „Genau deshalb beschränken wir uns auf die uns zugewiesene Rolle und verzichten auf unternehmerische und finanzielle Abenteuer. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen, kümmern uns um unsere Mitglieder und um unsere Pflicht, uns in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung vor Ort einzubringen.“

Der genossenschaftliche Auftrag und der Beitrag für die Entwicklung vor Ort umfassen auch die Sponsoring- und Spendentätigkeit der Raiffeisenkasse. 2019 wurden 170 lokale Vereine und Initiativen mit insgesamt 290.000 Euro unterstützt. Für 2020 wurden dem Dispositionsfonds gar 400.000 Euro zugewiesen, um lokalen Vereinen – die aufgrund der Covid-Krise heuer vielleicht noch stärker auf finanzielle Hilfe angewiesen sind - unter die Arme zu greifen.

im Bild: Die ernannte Vertreterin Elisabeth Ladinser, Vize-Direktor Günter Mair, Präsident des Aufsichtsrates Christian Leitgeb und der Obmann RA Alexander Gasser

Vollversammlung 2019

Am Freitag, 12. April fand die Mitgliederversammlung statt, bei der auch der Verwaltungs- und Aufsichtsrat für die nächsten drei Jahre gewählt wurde.

Der Obmann Alexander Gasser wurde in seinem Amt bestätigt und leitet auch in Zukunft die Geschicke der Raiffeisenkasse Bozen. Sein Vize-Obmann ist nun Karl Wenter. Die bisherigen Verwaltungsräte Birgit Bragagna, Paula Aspmair, Karl Plattner, Roland Pernthaler und Albert Aster bleiben auch für die nächsten drei Jahre im Amt. Neu in das Gremium gewählt wurden Georg Thaler und Michael Vieider.

Elke Gruber, bisherige Vize-Obfrau, und der langjährige Verwaltungsrat Andreas Berger, stellten sich nicht mehr der Wahl und wurden vom Obmann mit Worten des Dankes und von den Mitgliedern mit einem großen Applaus verabschiedet.

In den Aufsichtsrat gewählt wurden Christian Leitgeb (Präsident), Stefan Engele (neu) und Georg Mayr. 

Farbe bekennen

Unter dem Motto „Farbe bekennen“ stellte der Obmann den Bericht des Verwaltungsrates vor und betonte dabei, dass sich die Raiffeisenkasse Bozen in Zukunft wieder ausschließlich auf ihre Kunden und Mitglieder in Bozen und Jenesien konzentrieren wird, nachdem sie in den letzten beiden Jahren unweigerlich auch mit den Vorbereitungen für die Gruppenbildung beschäftigt war.

Nachdem der Gesetzgeber den Südtiroler Raiffeisenkassen im letzten Moment als Alternative zum Zusammenschluss die Möglichkeit geboten hat, sich in einem Haftungsverbund zu organisieren, bleiben wir auch in Zukunft eine eigenständige Raiffeisenkasse. Als solche möchten  wir eine Konstante für unsere Mitglieder und Kunden bleiben und Farbe bekennen: Wir stehen auch weiterhin für unsere statutarisch festgelegten Ziele ein. Wir bekennen uns zu den Werten unseres Gründervaters Friedrich Wilhelm Raiffeisen und vor allem aber auch zu den Menschen, den Vereinen und Organisationen von Bozen und Jenesien.

Die im Anschluss an die Berichte des Verwaltungs- und Aufsichtsrates genehmigte Bilanz wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der Großteil des Reingewinns in Höhe von 5,4 Mio. Euro wird auch heuer als Rücklage verwendet, um den statutarisch festgelegten Zweck der Raiffeisenkasse, ihr Tätigkeitsgebiet mit Krediten zu versorgen, auch weiterhin zu erfüllen.

Statutenänderung

Neben dem ordentlichen Teil sah die Vollversammlung auch einen außerordentlichen vor, bei dem der Artikel 21 des Statutes mit einem Absatz ergänzt wurde, der es uns ermöglicht, die an unsere Mitglieder ausgegebenen Mehrfachaktien zurückzukaufen.
Diese Ergänzung im Statut war notwendig, da die Raiffeisenkasse die Rückerstattung des Geschäftsanteils nur für den Todesfall eines Mitglieds bzw. dessen Ausschluss vorgesehen hat. Mit dieser Ergänzung ist es nun möglich, die Rückerstattung sofort vorzunehmen und so das Mitglied sofort zu bedienen (>>Zum Statut).