Vollversammlung in Sonderform – Jahresrückblick 2020

Sehr geehrtes Mitglied,

nach wie vor befinden wir uns in einer außergewöhnlichen Zeit, die es uns auch heuer nicht erlaubt, unser 'Familienfest' gemeinsam mit Ihnen zu feiern.

Einen Einblick in unser Jahr 2020 geben wir Ihnen aber trotzdem - in einer ganz besonderen Form! Genießen Sie diese fünf Minuten über Ihre Raiffeisenkasse Bozen!

Vollversammlung mit einer ernannten Vertreterin

Die heurige Vollversammlung werden wir mit einer von der Gesellschaft benannten Vertreterin abwickeln. Die Raiffeisenkasse hat das Mitglied Elisabeth Ladinser, Rechtsanwältin in Bozen, für diese Funktion ernannt. Damit wird die Anzahl der Teilnehmer auf ein Minimum reduziert.
Die Vollversammlung findet in erster Einberufung am Donnerstag, 29. April um 23 Uhr und in zweiter Einberufung am Freitag, 30. April 2021 um 10 Uhr am Sitz der Raiffeisenkasse Bozen, De-Lai-Straße 2, Bozen statt.

Sie als Mitglied geben vollwertig Ihre Stimme ab, indem Sie die Vollmacht, die Sie per E-Mail oder - wenn uns keine Mail-Adresse bekannt ist - per Post erhalten, an die Vertreterin ausstellen und ihr auch explizit und verbindlich vorgeben, wie sie für Sie abstimmen muss. Ihre Anweisungen sind unserer Bank vorab nicht bekannt.

So geben Sie Ihre Stimme ab:

Wir bitten Sie, das Ihnen zugeschickte Formular auszufüllen und es bis spätestens 26. April 2021: 

  1. entweder eingescannt mit Ihrer Unterschrift mittels E-Mail an die Adresse der Vertreterin elisabeth.ladinserVV20@rolmail.net zu senden oder
  2. als Originaldokument in einem verschlossenen Kuvert in Ihrer Filiale abzugeben.

Aufgrund der derzeitigen Zutrittsbeschränkungen in den Filialen bitten wir Sie, die Variante E-Mail zu bevorzugen. Bitte schicken Sie Ihre Vollmacht ausschließlich an die Vertreterin elisabeth.ladinservv20@rolmail.net.

Für alle Fragen stehen Ihnen unsere MitarbeiterInnen im Service Center telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr sowie zwischen 14.30 und 17 Uhr unter der Telefonnummer 0471 065 600 gerne zur Verfügung.
 

Tagesordnung der Vollversammlung

  1. Genehmigung des Jahresabschlusses zum 31.12.2020?nach den Berichten des Verwaltungsrates, des Aufsichtsrates, des Abschlussprüfers; 
  2. Beschlussfassung über die Verwendung des Reingewinnes; 
  3. Informationen an die Vollversammlung gemäß Vorgaben der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen; 
  4. Information über Risikotätigkeit und Interessenkonflikt mit nahestehenden Personen; 
  5. Festlegung der Höchstkreditgrenzen gemäß Art. 30, Absatz 2 des Statuts; 
  6. Festlegung des Aufpreises, den die neu eintretenden Mitglieder pro Aktie einzahlen;
  7. Vergütungsleitlinien;
  8. Wahl des Schlichtungskollegiums.

Wir erinnern daran, dass die Vollversammlung allein durch diese Figur der von der Gesellschaft benannten Vertreterin abgehalten wird und Sie daher aufgrund der gegebenen Umstände keinen persönlichen Zutritt zur Vollversammlung haben werden.

 

Unterlagen
Hier finden Sie alle wichtigen Unterlagen, damit Sie sich ein Bild über die zu behandelnden Punkte machen können. Mit dem Passwort, das wir Ihnen zugesandt haben, können Sie die Unterlagen lesen, bitte geben Sie es nicht an Dritte weiter!


Zu Ihrer Sicherheit

Außerordentliche Vollversammlung: Notwendige Statutenänderung zur Mitgliedschaft der Raiffeisenkasse Bozen an der Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft beschlossen

Bereits im Sommer 2019 gründeten die Raiffeisenkassen, die Raiffeisen Landesbank AG und die RK Leasing GmbH die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft (RIPS). Diese Genossenschaft hat die Aufgabe, ein institutsbezogenes Sicherungssystem für die Gründungsmitglieder einzurichten und zu führen. Bei der Vollversammlung der Raiffeisen IPS Genossenschaft am 20. Dezember 2019 haben die Raiffeisenkassen dann einstimmig beschlossen, die offizielle Anerkennung als Institutsbezogenes Sicherungssystem bei der Banca d‘Italia zu beantragen. Am 4. November 2020 hat dann auch die italienische Bankenaufsicht das Sicherungssystem der Südtiroler Raiffeisenkassen (IPS) genehmigt. Die Anerkennung durch die Bankenaufsicht setzt einen für die Südtiroler Raiffeisenkassen erfreulichen Schlusspunkt auf diesen Reformprozess.

Mit der außerordentlichen Vollversammlung am 28.01.2021 hat auch die Raiffeisenkasse Bozen die für ihre Teilnahme am IPS notwendigen Anpassungen ihres Statutes vorgenommen.

Was genau nun dieses IPS, das institutsbezogene Sicherungssystem von Raiffeisen, ist, lassen wir uns jetzt nochmal von RA Alexander Gasser erklären. Alexander Gasser ist Obmann der RIPS und auch Obmann unserer Raiffeisenkasse Bozen.

 

Herr Gasser, welche Aufgabe hat ein institutsbezogenes Sicherungssystem?
Alexander Gasser: Ein institutsbezogenes Sicherungssystem ist eine Art Haftungsgemeinschaft. Es hat die Aufgabe, drohende oder bereits bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Instituten abzuwenden. Befindet sich ein Institut trotz Risikoüberwachung und Frühinterventionsmaßnahmen in einer Schieflage, wird es durch das Sicherungssystem gestützt. Das Sicherungssystem garantiert, dass ein Institut jederzeit alle seine Verpflichtungen erfüllen kann. Für unsere Kunden bedeutet dies ganz konkret, dass ihre Einlagen gesichert sind, weil durch diese Haftungsgemeinschaft IPS ein sehr hohes Haftungskapital zur Verfügung steht.

Warum ist dieses institutsbezogene Sicherungssystem entstanden?
Alexander Gasser: Im Rahmen der Reform der italienischen Genossenschaftsbanken hätten sich die Raiffeisenkassen zu einer Bankengruppe mit einer Aktiengesellschaft als Spitzeninstitut zusammenschließen müssen. Eine Änderung des Reformgesetzes im Dezember 2018 erwirkte eine Sonderregelung für Südtirol, und räumte den Raiffeisenkassen die Möglichkeit ein, anstelle einer lokalen Bankengruppe ein lokales institutsbezogenes Sicherungssystem zu gründen, das besser unserer genossenschaftlichen Ausrichtung entspricht. Die Raiffeisenkassen teilten dann der Aufsichtsbehörde mit, diese Alternative zu nutzen und ein institutsbezogenes Sicherungssystem (IPS) einzurichten.

 

Wie funktioniert der Raiffeisen IPS?
Unser Haftungsverbund hat eine Trägerkörperschaft in Form einer Genossenschaft eingerichtet, die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft. Diese Trägerkörperschaft überwacht laufend die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen ihrer Mitglieder (Raiffeisenkassen und Raiffeisen Landesbank). Dennoch bleibt aber jedes Mitglied – also jede Raiffeisenkasse – autonom. Die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft greift erst dann in die strategische Ausrichtung oder gar in das operative Geschäft ein, wenn die Geschäftszahlen Auffälligkeiten zeigen oder sich Fehlentwicklungen abzeichnen. In solchen Fällen verfügt die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft über Interventionsmechanismen und finanzielle Mittel, um die Stabilität wieder herzustellen. In erster Linie arbeitet die Raiffeisen IPS Genossenschaft also präventiv, um möglichen Krisenfällen vorzubeugen. Tritt so ein Krisenfall aber dennoch ein, unterstützen sich die dem IPS angeschlossenen Raiffeisenkassen wechselseitig.

 

Wie werden die finanziellen Mittel bereitgestellt?
Alexander Gasser: Nach den Vorgaben der EU-Eigenmittelverordnung für Banken muss ein IPS garantieren, jederzeit und unverzüglich seinen Verpflichtungen aus der Haftungsvereinbarung nachkommen zu können. Dazu hat der IPS einen Sicherungsfonds mit sofort verfügbaren Finanzmitteln eingerichtet, welche von den IPS-Mitgliedern im Voraus bereitgestellt werden. Im Laufe der nächsten 10 Jahre wird die RIPS mit finanziellen Mitteln in Höhe von knapp 95 Mio. Euro ausgestattet. Dies ist ein sehr hohes Haftungskapital als Sicherheit für unsere Kunden. Der Sicherungsfonds ist – wenn wir so wollen – eine gut ausgestattete Brieftasche, um bei Bedarf, auch unter Einsatz von Geldmitteln, sofort handeln zu können.

 

Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns!

Vollversammlung in Sonderform – Rückblick auf ein gutes 2019

Vollversammlung genehmigt Jahresabschluss 2019

Trotz der Wahl eines späten Termins für unsere Vollversammlung war es uns heuer wegen der behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie nicht möglich, unser 'Familienfest' in gewohnter Form und mit Anwesenheit unserer Mitglieder abzuhalten.

Die Mitglieder konnten an diesem 4. Juni zwar nicht an der Versammlung teilnehmen, aber dennoch ihre Stimme abgeben, indem sie mit einer Vollmacht der von der Gesellschaft ernannten Vertreterin Elisabeth Ladinser vorgaben, wie zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abgestimmt werden musste. Knapp 200 Mitglieder nahmen von ihrem Stimmrecht in dieser Form Gebrauch, ihnen gebührt unser Dank für ihr Interesse an unserer Genossenschaftsbank.

Im Rahmen der Vollversammlung blickten der Obmann Alexander Gasser und der Direktor Erich Innerbichler auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück, in dem es – trotz schwieriger Zeiten – gelungen ist, zu wachsen. Das Wachstum wird dabei nicht unbedingt in der Steigerung der Volumina beurteilt, als viel mehr in der Erhöhung der Dienstleistungsbereitschaft gegenüber unseren Kunden und Mitgliedern.

„Eine Raiffeisenkasse ist nur ihren Mitgliedern verpflichtet“, erklärt der Direktor. „Genau deshalb beschränken wir uns auf die uns zugewiesene Rolle und verzichten auf unternehmerische und finanzielle Abenteuer. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen, kümmern uns um unsere Mitglieder und um unsere Pflicht, uns in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung vor Ort einzubringen.“

Der genossenschaftliche Auftrag und der Beitrag für die Entwicklung vor Ort umfassen auch die Sponsoring- und Spendentätigkeit der Raiffeisenkasse. 2019 wurden 170 lokale Vereine und Initiativen mit insgesamt 290.000 Euro unterstützt. Für 2020 wurden dem Dispositionsfonds gar 400.000 Euro zugewiesen, um lokalen Vereinen – die aufgrund der Covid-Krise heuer vielleicht noch stärker auf finanzielle Hilfe angewiesen sind - unter die Arme zu greifen.

im Bild: Die ernannte Vertreterin Elisabeth Ladinser, Vize-Direktor Günter Mair, Präsident des Aufsichtsrates Christian Leitgeb und der Obmann RA Alexander Gasser

Vollversammlung 2019

Am Freitag, 12. April fand die Mitgliederversammlung statt, bei der auch der Verwaltungs- und Aufsichtsrat für die nächsten drei Jahre gewählt wurde.

Der Obmann Alexander Gasser wurde in seinem Amt bestätigt und leitet auch in Zukunft die Geschicke der Raiffeisenkasse Bozen. Sein Vize-Obmann ist nun Karl Wenter. Die bisherigen Verwaltungsräte Birgit Bragagna, Paula Aspmair, Karl Plattner, Roland Pernthaler und Albert Aster bleiben auch für die nächsten drei Jahre im Amt. Neu in das Gremium gewählt wurden Georg Thaler und Michael Vieider.

Elke Gruber, bisherige Vize-Obfrau, und der langjährige Verwaltungsrat Andreas Berger, stellten sich nicht mehr der Wahl und wurden vom Obmann mit Worten des Dankes und von den Mitgliedern mit einem großen Applaus verabschiedet.

In den Aufsichtsrat gewählt wurden Christian Leitgeb (Präsident), Stefan Engele (neu) und Georg Mayr. 

Farbe bekennen

Unter dem Motto „Farbe bekennen“ stellte der Obmann den Bericht des Verwaltungsrates vor und betonte dabei, dass sich die Raiffeisenkasse Bozen in Zukunft wieder ausschließlich auf ihre Kunden und Mitglieder in Bozen und Jenesien konzentrieren wird, nachdem sie in den letzten beiden Jahren unweigerlich auch mit den Vorbereitungen für die Gruppenbildung beschäftigt war.

Nachdem der Gesetzgeber den Südtiroler Raiffeisenkassen im letzten Moment als Alternative zum Zusammenschluss die Möglichkeit geboten hat, sich in einem Haftungsverbund zu organisieren, bleiben wir auch in Zukunft eine eigenständige Raiffeisenkasse. Als solche möchten  wir eine Konstante für unsere Mitglieder und Kunden bleiben und Farbe bekennen: Wir stehen auch weiterhin für unsere statutarisch festgelegten Ziele ein. Wir bekennen uns zu den Werten unseres Gründervaters Friedrich Wilhelm Raiffeisen und vor allem aber auch zu den Menschen, den Vereinen und Organisationen von Bozen und Jenesien.

Die im Anschluss an die Berichte des Verwaltungs- und Aufsichtsrates genehmigte Bilanz wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der Großteil des Reingewinns in Höhe von 5,4 Mio. Euro wird auch heuer als Rücklage verwendet, um den statutarisch festgelegten Zweck der Raiffeisenkasse, ihr Tätigkeitsgebiet mit Krediten zu versorgen, auch weiterhin zu erfüllen.

Statutenänderung

Neben dem ordentlichen Teil sah die Vollversammlung auch einen außerordentlichen vor, bei dem der Artikel 21 des Statutes mit einem Absatz ergänzt wurde, der es uns ermöglicht, die an unsere Mitglieder ausgegebenen Mehrfachaktien zurückzukaufen.
Diese Ergänzung im Statut war notwendig, da die Raiffeisenkasse die Rückerstattung des Geschäftsanteils nur für den Todesfall eines Mitglieds bzw. dessen Ausschluss vorgesehen hat. Mit dieser Ergänzung ist es nun möglich, die Rückerstattung sofort vorzunehmen und so das Mitglied sofort zu bedienen (>>Zum Statut).