Hommage an Karl Grasser

Das Fenster

Am 3. Mai eröffnete der Präsident des Kulturvereines „Das Fenster“, Walter Boaretto, die bereits zweite Ausstellung des Vinschgers Karl Grasser in der Raiffeisen Galerie.  

War es 2013 anlässlich Grassers 90. Geburtstag, so geben heuer seine 95 Jahre Anlass zu einer weiteren, ausdrucksvollen Ausstellung. Gezeigt werden ausschließlich  Holzschnitte, teils in Farbe, meist in Schwarz-Weiß, die zwischen 1960 und 2017 entstanden sind. Sie zeigen Grassers bevorzugte Themen: Menschen in all ihren Existenzgrundlagen und sein Tal, den Vinschgau. Grasser gelingt es dabei, in einzigartig ausdruckstarker Sprache von der Landschaft und deren Menschen zu erzählen. Weiler und Höfe, Kirchen, Felder und Wiesen, und immer wieder die Menschen mit ihrem Glück und mit ihrem Leid werden fast dokumentarisch wiedergegeben.

Alle ausgestellten Holzschnitte entstammen der Sammlung von Josef Gasteiger (1930 – 2018). Mit dem Brunecker Kunstliebhaber, -sammler, -sachverständigen und Museumsgründer verbindet Karl Grasser eine lebenslange Freundschaft. Die beiden waren in den wesentlichen Dingen wesensverwandt und hatten dieselben Interessen. Der gemeinsame Gerechtigkeitssinn, das soziales Engagement, sowie die gemeinsame Naturverbundenheit, gelebte Religiosität, die Bescheidenheit und Menschlichkeit waren die Grundlage für eine jahrelange, aufrechte Freundschaft und die Basis für gemeinsam realisierte Kunstprojekte wie Ausstellungen, Kataloge und Bücher. 

Gemeinderat Christof Baumgartner überbrachte der Witwe und den Kindern von Josef Gasteiger den Dank der Stadtgemeinde Bruneck für das große Engagement und die vielfältigen Leistungen, die Herr Gasteiger zeitlebens im Kunst-, Kultur- und sozialen Bereich erbracht hatte.

Die Ausstellung, die den beiden Freunden Karl Grasser und Josef Gasteiger gewidmet ist, kann bis einschließlich 31. Mai zu den Banköffnungszeiten besichtigt werden.

Claudio Debiasi

Attimi ed emozioni

Am 1. März eröffnete Claudio Debiasi seine Fotoausstellung „attimi ed emozioni“ in der Raiffeisen Galerie.Der gebürtige Bozner zeigt 35 Fotografien in Schwarz/Weiß und Farbe und erzählt mit ihnen seine fotografische Lebensgeschichte. Claudio Debiasi, vor 35 Jahren Mitbegründer des Circolo Fotografico des Brunecker Dopolavoro Ferroviario, fotografiert nämlich seit mittlerweile 40 Jahren. Er entwickelte seine Fotos selber in der Dunkelkammer, stieg nach einer jahrelangen Krise auf die digitale Fotografie um und begeistert sich mittlerweile auch für die Bildbearbeitung  am Computer. Mit der Sensibilität eines passionierten Fotografen, der seine Kamera immer und überall mit sich trägt, gelingt ihm immer wieder das Einfangen von einmaligen Momenten und Stimmungen.

Norbert Scantamburlo, der Präsident des Fotoclub Bruneck, beschrieb die verschiedenen Exponate. Sie zeigen Menschen und vor allem Landschaften in Apulien, der Toskana, Bruneck und anderswo, spielen mit Licht, Schatten und Farbschattierungen und schaffen es immer wieder, spezielle Augenblicke festzuhalten.

Die Ausstellung kann noch bis einschließlich 30. März zu den Banköffnungszeiten besichtigt werden.