Digitalisierung wird auf Schecks erweitert

Die Digitalisierung der Zahlung wird auf Schecks erweitert

 

Im Rahmen der Digitalisierung des Landes werden nun auch Schecks angepasst. Hierzu wird ein neues Verfahren namens „Check Image Truncation“ (CIT) angewandt, das Schecks nach dem Einzahlen in der Bank in digitale Dokumente verwandelt. Der digitale Scheck ersetzt den ursprünglichen Papierscheck und hat umfassende rechtliche Gültigkeit – so werden die operativen Risiken in Verbindung mit der Umwandlung und der manuellen Bearbeitung reduziert.

Das CIT wirkt sich in keiner Weise auf die Verwendung und Auszahlung von Schecks durch die Kunden aus: Ausstellung und Zirkulation erfolgen weiterhin in Papierform, und die Auszahlung wird an den Schaltern der Agenturen oder entsprechend befähigten Geldautomaten vorgenommen, wie von der jeweiligen Bank vorgesehen.

Seit dem 9. Juli 2018 ist CIT für Banken das einzige anwendbare Verfahren für die Auszahlung von Schecks.

 

4 Dinge, die Sie beachten sollten

 

  1. Prüfen Sie beim Ausstellen oder der Entgegennahme eines Schecks stets, ob alle verpflichtenden Elemente vorhanden sind: 1. Ort und Datum der Ausstellung; 2. Betrag in Buchstaben und Zahlen; 3. Name des Empfängers; 4. Unterschrift des Kontokorrentinhabers und Scheckausstellers oder der Bank, die den Zirkularscheck ausgestellt hat. Fehlt eines dieser Elemente, kann der Scheck nicht nach dem neuen CIT-Verfahren kassiert werden, sondern muss neu ausgestellt werden.

    Dabei darf nicht vergessen werden, dass Schecks über einen Betrag von 1.000 Euro oder mehr die Klausel „nicht übertragbar“ („non trasferibile“)  tragen müssen. Diese ist in der Regel auf von Banken ausgegebenen Scheckheften bereits aufgedruckt bzw. muss auf „alten“ Schecks vom Aussteller von Hand angebracht werden, um Strafen zu vermeiden.

  2. Um die Digitalisierung des Schecks und dessen Inkasso zu erleichtern, sind folgende Punkte zu beachten:
    - den Scheck so klar und leserlich wie möglich ausfüllen;
    - die Unterschriften von Aussteller und Indossant, etwaige Stempel und sonstige erforderlichen Informationen in den vorgesehenen Feldern angeben und vermeiden, dass sich die Daten überlagern und dadurch schwer lesbar sind;
    - den Scheck sorgfältig aufbewahren und Schäden oder Abnutzung vermeiden.

    Falls die Bank keine gültige digitale Abbildung anfertigen kann, wird der Scheck einem langwierigeren Bearbeitungsverfahren unterzogen. In diesem Fall wird die Bank den Kunden umgehend benachrichtigen.

  3. Wird ein Scheck nicht ausbezahlt, erstattet die Bank nicht den ursprünglichen Papierscheck zurück (dieser verliert seine Gültigkeit und kann nach der Anfertigung des digitalen Abbildes durch die Bank vernichtet werden), sondern eine gedruckte Kopie des elektronischen Dokuments mit sämtlichen Informationen zur nicht durchgeführten Auszahlung. Die Bank stellt lediglich eine einzige solche Kopie aus, die vom Kunden anstelle des Originals verwendet werden kann.

  4. Trauen Sie niemals Anfragen um Zusendung von Fotos Ihrer Schecks zum Abschluss von Fern- oder Online-Transaktionen. Papierschecks bleiben weiterhin im Umlauf, und lediglich Banken können digitale Abbilder erstellen. Hinter Anfragen um Zusendung eines Fotos sind meist Betrugsversuche zu vermuten.
Persönlicher Ansprechpartner in Ihrer Raiffeisenkasse