RID (Rapporto Interbancario Diretto)

RID ermöglicht die Einhebung von wiederkehrenden Forderungen auf elektronischem Wege bei allen italienischen Banken. Der Schuldner erteilt seiner Bank eine einmalige Genehmigung, auf seinem K/K-Konto die Forderungen zu belasten. Diese Form des Inkassos eignet sich besonders bei dauerhaften Geschäftsbeziehungen. Die Daten können über Raiffeisen Online Banking, Elba, auf Datenträger oder in Form einer Aufstellung bei der Raiffeisenkasse eingereicht werden. Diese übernimmt die termingerechte Weiterleitung an die Bank des Schuldners in elektronischer Form.

RID-Zahlungen mit rückdatierter Fälligkeit (verfallene RID) sind seit 5. Juli 2010 nicht mehr möglich Das heißt, bereits fällig gewordene RID können nicht nachträglich durch Angabe eines vorherigen Datums bezahlt werden. Das Wertstellungsdatum muss dem Durchführungsdatum entsprechen.
RID-Zahlungseingänge werden sofort nach Erhalt auf dem Konto des Begünstigten gutgeschrieben.
Konsumenten haben 8 Wochen ab Belastung des RID Zeit, um diesen von ihrem Konto stornieren zu lassen. Die Bank muss den Betrag innerhalb von 10 Tagen ab dieser Stornoanfrage wieder auf dem Konto des Konsumenten gutschreiben oder ihm den Grund der nicht erfolgten Gutschrift mitteilen.
An Stelle der RID für Abnehmergebühren ("utenze" wie z.B. Wasser, Gas, Telefon usw.) und der kommerziellen RID gibt es seit dem 5. Juli 2010 nur noch den einfachen RID. Und zwar für Konsumenten und Nicht-Konsumenten. Der dringende RID (RID veloce) ist nur für Nicht-Konsumenten möglich. Für letzteren ist der Verzicht auf die 8 Wochen Stornofrist erforderlich.

Falls der RID nicht bezahlt wird – z.B. wegen formaler Fehler des RID oder weil die Verfügbarkeit beim Schuldner nicht gegeben ist – wird der Begünstigte von seiner Bank informiert.
Auf Anfrage des Kunden müssen die Banken mindestens eine kostenlose Übersicht sämtlicher RID-Bewegungen pro Monat zur Verfügung stellen, z.B. mit einfachem Kontoauszug.

Die Vorteile:

  • Sichere Belastung der Forderungen - hohe Wahrscheinlichkeit der Zahlung
  • Termingerechte und schnelle Information bei nicht erfolgter Zahlung
  • Sichere Gutschriftfristen
  • Möglichkeit zur Bevorschussung von Forderungen und damit Liquiditätsbeschaffung
  • Verminderung der direkten Zahlungsformen, wie Bargeld, Schecks, Zirkularschecks.

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