Klimahaus und Klimaausweis
Energie sparend zu bauen ist heute Pflicht. Denn wer ein Haus baut schafft Fakten - für Generationen. Nachträglich sind Energiesparmaßnahmen nur mit höherem baulichem und finanziellem Aufwand möglich.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Gesamtbeurteilung des Energieverbrauchs eines Wohnhauses und deren Kontrolle. Besonders energiesparende Gebäude werden mit einer KlimaHaus-Plakette ausgezeichnet. Um die Bezeichnung KlimaHaus führen zu dürfen, muss ein Gebäude ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen, was den Energieverbrauch pro Quadratmeter und Jahr betrifft.
Liegt die Wärmekennzahl unter 30 kWh pro m² und Jahr erhält das Gebäude die Einstufung 'KlimaHaus A': Es entspricht dann dem sogenannten '3-Liter-Haus', da es umgerechnet mit nur 3 Litern Heizöl pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche auskommt.
Häuser mit einer Wärmekennzahl unter 50 kWh pro m² und Jahr sind sog. '5-Liter-Häuser' und erhalten die 'KlimaHaus B'-Plakette.
Die Auszeichnung 'KlimaHaus-plus' wird an Wohngebäude vergeben, die sich durch eine ökologische Bauweise auszeichnen und in denen zur Wärmeerzeugung erneuerbare Energien verwendet werden.
Folgende Kriterien müssen dafür erfüllt werden:
- Es muss sich um ein Klimahaus handeln
- Keine fossilen Energien für Heizung und Warmwasser
- Keine Dämm-Materialien aus Kunststoff
- Kein PVC für Fußböden, Fenster und Türen
- Keine chemischen Holzschutzmittel und lösungsmittelhaltige Farben und Lacke in Innenräumen
- Keine Tropenhölzer
Mittlerweile gibt es in Südtirol rund 1.000 Klimahäuser. Während seiner Lebensdauer ermöglicht ein einziges Einfamilien-Klimahaus eine Einsparung von rund 200.000 Liter Heizöl.
Die Mehrkosten gegenüber dem traditionellen Bauen liegen beim 'KlimaHaus B' bei 0 bis 5%, beim 'KlimaHaus A' bei bis zu 15%.

