Tisens auf alten Postkarten

 "Die Wanderung durch das Tisener Mittelgebirge gehört zu den Feiertagen des Lebens." - So die Worte des bekannten Süditroler Sagenforschers Ignaz Vinzenz Zingerle

 

 

St.Hippolyt in der Fraktion Naraun

Gunther Langes hat dessen Hügelkupe mit Recht seiner wunderbaren Aussicht wegen die "Königsloge des Burggrafenamtes" genannt. Nicht weniger als 20 Ortschaften und 40 Schlössen des Burggrafenamtes sin von diesem Hügel aus zu sehen! Das Kirchlein wurde im Jahre 1286 ermals erwähnt. Der barocke Hochaltar stammt au der 2. Hälfte d. 17 Jh.s. und beherbergt neben dem Kirchenpatron Statuen des hl. Rochus und des hl. Isidor. Das liebliche Türmchen wurde erst Ende des 17. Jahrhunderts aufgesetzt.

Schloß Katzenzungen in Prissian

Nach einer Noiz aus dem Jahre 1244 scheinen die Herren von Tisens hier den Anfang gemacht zu haben. Die 1264 erwähnten Herren von Katzenzugen waren villeicht ein Zweig der Herren von Tisens. Die Herren von Breisach haben das Schloß um die Mitte des 16.Jh.s. erweitert, ihr die heutige Würfelform gegeben und unter dem Dach mit dem charakteristischen Kranz von Pechnasen versehen. Die Steinbrücke zum Burgtor stammt auch aus jener Zeit. Erwähnenswert beim Schloß ist die größte Weinrebe Europas (ca. 300 Jahre) mit einer Fläche von 350 m². Herr Pobitzer ist der derzeitige Eigentümer vom Schloß.

Der Steinbogen

beim Brückenwirt in Prissian, vom Prissianer Bach aus gesehen

 

 

 

Schloß Werburg in Prissian

Es wurde erstmals 1229 genannt. Die Burg erhilt um 1300 die Tochter des Heinrich von Werburg als Mitgift in die Ehe mit Eghard Murendeiner (Morandinus) von Andrian. sie kam allerdings wieder 1353 in die Hände des männlichen Geschlechtes der Werburger zurück. Morandin holte sie wieder in seine Familie zurück - die sie dann bis zum Jahre 1798 behielt. Die Burg verfil, bis sie ein ungarischer Graf erwarb und um 1900 gründlich renovierte. Nach dem 1. Weltkrieg erwarb sie ein Engländer. Der derzeitige Eigentümer des Schlosses ist Jakob Holzner aus Prissian.

Unsere Liebe Frau im Walde

Die erste Erwähnung dieser Siedlung war im Jahre 1194 und zwar als einer kleines Kloster, dessen Stifter unbekannt ist. Das Kloster betreute ein kleines hospiz für Reisende über den Gampenpaß. Ein erster Kirchenbau müßte wohl schon vor 1184 gewesen sein. Das Gnadenbil "Maria mi dem Kinde" in einem verlasten Rokokoschrein auf dem Hochaltar der heutigen europaweit bekannten Wallfahrtskirche stammt aus der Mitte des 15. Jh.s. Durch den Bau der Gampenstraße ist ein merkbarer Aufschwung in den beiden Orten Unsere Liebe Frau im Walde (1342m) und St.Felix zu verzeichnen.

St.Nikolaus in Gfrill

Das Kirchlein wurde im 13.Jh. erbaut und in der Spätgotik - im 16.Jh. umgebaut. Aus der zwieen Hälfte des 14.Jh. stammen außen an der Südwand die Wandgemälde und die Gemälde an der Westwand im Inneren der Kirche. Aus der Mitte des 17 Jh.s. stammt der Hochaltar mit den Kirchenpatron St.Nikolaus, Maria Heimsuchung und Gottvater.

Platzers

In der Fraktion Platzers finden wir die neuromanische St.Sebastians-Kirche aus dem Jahre 1889. Im Innern befinden sich die Statuen der Heiligen Sebastian, Josef und Valentin. Der Seitenaltar stammt aus dem Jahr 1899. 1888 brannte die um 1594 vom Weibischof von Trient, Gabriel Alexander eingeweihte Hauskapelle des Jakob Andrä von Brandis ab und an derselben Stelle wrude die heutige St.Sebastian-Kirche gebaut.

Grissian - St.Jakob und St. Appolonia Kirche

Dieses romanische Kirchlein wurde am Anfang, des 12.Jh.s. in regelmäßigen Steinlagen gebaut. Es wurde am 12.Mai 1142 durch den später heiliggesprochenen Brixner Bischof Hatmann eingeweiht. Links im Chor befindet sich ein gotisches Sakramentshauschen mit Halbstab und Eselsrücken. Wegen seiner romanischen Fresken im Chorraum aus den Anfängen des 13.Jh.s. und der gotischen Wandmalereien aus dem 12.Jh. zählt St.Jakob zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern unseres Landes. Im Innern befindet sich eine spätgotische Staute des hl.Jakob und außerdem sind noch mehrere Altäre vorhanden.

St.Christoph

Das Kirchlein stammt aus dem 13.Jh. Es hat das älteste romanische Türmlein der Pfarre mit sehr schönen romanischen Doppelbogenfenstern - und ist in seiner ursprünglichen Form erhalten. Das Kirchlein wurde im Jahre 1603 renoviert. Auf dem Altarbild aus der 1. Hälfte des 17.Jh.s. sehen wir die Statue des hl. Christoph, der hl.Dreifaltigkeit und einiger Heiligen. Außerdem befinden sich im Kirchlein noch 2 Statuen von Christus und Maria (von ehemals 5 Holzskulpturen).

  

Schloß Fahlburg in Prissian

Es nahm seinen Ursprung im Jahre 1280, die Eigentümer waren bis zu deren Aussterben im Jahre 1368 die Herren von Zobel. Nachher übernahmen die Werberger und die Schlandersberger die Burg bis sie gegen Ende des 16. Jh.s. an den Freiherrn Jakob Andrä zu Brandis und Leoburg kam. Dessen Sohn, der baulustige Veit Benno Graf zu Brandis, baute das Schloß in der gegenwärtigen Form - eine sehr schöne Renaissancevilla mit Vorhof, zwei Türmen und Kapelle von neuem auf - der alte Turm an der Nordseite blieb jedoch in seiner ursprünglichen Form erhalten. Die Grafen zu Brandis sind auch heute noch die Eigentümer.

St.Felix am Nonsberg

St.Felix an der Gampenstraße, 1255 m: Die Pfarrkirche, einst Kuratialkirche zum hl.Felix stammt aus dem Jahre 1742 und wurde 1902 renoviert.

 

 

Schloß Zwingenburg

Erwähnt 1234, war es der Stammsitz der gleichnamigen Herren. Späterer Eigentümer war der Deutsche Ritterorden und nachher die Grafen von Tirol. 1647 wurde die Burg Sitz der Grafen Stachelburg. die Burg wurde um 19000 vom Grafen von der Schulenburg, die alte Anlage nicht berücksichtigt, zum Teil wieder aufgebaut. Alois Walzl aus Prissian ist der Eigentümer dieser Burg.