Genossenschaftliche Kooperation
Genossenschaften sind kooperative Geschäftsmodelle. Sie werden immer dann gegründet, wenn die wirtschaftlichen Ziele alleine nicht erreicht werden können. Es wird nicht nach dem Staat gerufen, sondern kollektive Selbsthilfe ergriffen.
Dabei wird nicht aus Altruismus kooperiert, sondern um wirtschaftliche Vorteile erzielen zu können, die sonst nicht möglich wären. Genossenschaften verwirklichen solche Geschäftsmodelle meist auf zwei Ebenen, indem sie selbst sich zu genossenschaftlichen Verbünden oder Netzwerken zusammenschließen. Solche bestehen dann zusätzlich aus Spezial- oder Zentralunternehmen und Verbänden, die spezielle Dienstleistungen für die Genossenschaften erbringen wie die IT-Unterstützung, die Vermarktung von Produkten auf anspruchsvollen Märkten, die betriebswirtschaftliche Beratung, die Entwicklung von Produkten oder die genossenschaftliche Revision.
Solche Netzwerke haben vor den aktuellen Rahmenbedingungen große Vorteile. Die Kooperationslogik ist auf beiden Ebenen dieselbe. Denn es gelingt, einerseits die Vorteile von wirtschaftlicher Größe zu erreichen, also Kosten und Risiken zu senken und ergänzendes Wissen und Technologien gemeinsam zu nutzen. Andererseits aber können die Unternehmen selbständig bleiben und die Vorteile der Kleinheit nutzen. So können sowohl die Nachteile großer Konzerne als auch jene einer zu geringen materiellen Basis vermieden werden. Netzwerke sind die adäquate Organisationsform für unser Jahrhundert. Mit ihnen kann es gelingen, Wertschöpfungsketten unternehmensübergreifend zu optimieren und es kann sich jedes Unternehmen auf seine Stärken konzentrieren.
Allerdings müssen für das Zusammenwirken in einem Netzwerk eindeutige, transparente und verbindliche Spielregeln vereinbart werden. Es müssen klare Kompetenzen festgelegt werden und es darf keine strukturellen Verlierer geben. Netzwerke benötigen zusätzlich ein Management. Dies gilt auch für genossenschaftliche Netzwerke.

