Das genossenschaftliche Konzept
Die kollektive Selbsthilfe einer Kooperation materialisiert sich in der Gründung eines gemeinsamen Unternehmens. In moderner Diktion geht es um das Outsourcing bestimmter Leistungen wie etwa der Vermarktung oder des Einkaufs.
Dies geschieht, weil aus wirtschaftlichen Gründen für entsprechende Tätigkeiten eine Mindestgröße und bestimmte Kompetenzen vorhanden sein müssen.
Dieser Hintergrund wird oft falsch interpretiert, nämlich dass Genossenschaften ein andersartiges betriebswirtschaftliches Konzept zu verfolgen hätten. Dem ist nicht so. In einer Marktwirtschaft ist effizientes Wirtschaften Voraussetzung für einzelwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und letztere für die langfristige Förderfähigkeit des genossenschaftlichen Unternehmens. Die Erzielung von Gewinnen ist eine organisations- und rechtsformenneutrale Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Auch Genossenschaften haben Gewinne zu machen und sie haben wie jedes andere Unternehmen auch die üblichen betriebswirtschaftlichen Grundsätze zu befolgen. Im Kern des genossenschaftlichen Unternehmens stehen seine Leistungsbeziehungen mit den Mitgliedern. Sie sind die Basis für die Wertschöpfung.
Dieses Konzept ermöglicht es Genossenschaften und ihren Mitgliedern effizient, wettbewerbsfähig und damit erfolgreich zu sein. Wirtschaftlicher Erfolg ermöglicht es ihnen, soziale und gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Darüber hinausgehend bewirken wettbewerbsfähige Genossenschaften durch ihre Tätigkeit positive regional- und gesellschaftspolitische Wirkungen.

