Die Geschichte der Raiffeisenkasse Tirol

"Der Spar- und Darlehenskassenverein für die Gemeinde Tirol" wurde im Jahre 1900 gegründet und zählte zu Beginn 37 Mitglieder. Gründungsobmann war Josef Verdrofer "Saxl", Aufsichtsratspräsident Vigil Giggenbacher und Zahlmeister Ignaz Raffeiner.
Das erste Kassenlokal war im oberen Stock des Sennereigebäudes an der Hauptstraße Nr. 18 untergebracht.
Im Jahre 1966 erwarb der damalige Vorstand mit Obmann Josef Gögele von der Pfarrkirche St. Johannes, Babtist ein Stück Baugrund, auf welchem dann die Raiffeisenkasse ihren neuen Sitz errichtete und im September 1969 bezog. Knapp 30 Jahre war sie hier untergebracht.
Die ersten Gespräche über die Verlegung des Sitzes der Raiffeisenkasse in das Vereinshaus wurden im Frühjahr 1986 geführt. Bereits seit mehreren Jahren hat man versucht, die Verbindlichkeiten der Vereinshausgenossenschaft gegenüber der Raiffeisenkasse abzubauen. Die Gemeinde Tirol hatte im Jahre 1984 materielle Anteile im Vereinshaus angekauft und somit einen wesentlichen Beitrag zur Sanierung der Position geleistet.
Als dann die Gemeinde Interesse am alten Sitz in der Hauptstraße Nr.8 zeigte, hat man eine Umgestaltung und Erweiterung der Räumlichkeiten ins Auge gefaßt, die bereits für Reisebüro und Geldwechsel benutzt wurden.
Im Herbst 1986 fand eine Aussprache mit dem Direktor der Banca d'ltalia, Dr. Domenico Caccialupi und Dr. Enzo Poznanski statt, bei welcher unser Vorschlag. zur Sanierung der Vereinshausposition durch Übernahme von materiellen Anteilen im Vereinshaus sowie Verkauf unseres alten Sitzes erörtert wurden.
Nach eingehender Prüfung der diesbezüglichen Unterlagen sowie des Bilanzabschlusses über das laufende Jahr hat die Banca d'ltalia die zum Umbau bzw. Ankauf erforderliche Genehmigung erteilt.
In der Zwischenzeit wurden auch verschiedene Pläne und Vorschläge zur Besitzregelung ausgearbeitet und Aussprachen mit Vertretern der Gemeinde, der Kurie und der Genossenschaft geführt.
In den ersten Monaten des vorigen Jahres konnte dann eine Einigung zwischen sämtlichen Verhandlungspartnern erzielt werden. Mit der Planung wurde der ursprüngliche Projektant des Vereinshauses, Arch. Arno Gamper, beauftragt.
Nach mehreren Aussprachen mit dem Architekten fand dann das vorgelegte Projekt die Zustimmung aller, auch der Baukommission, die die Baugenehmigung erteilte.
Im Mai 1987 wurde Rechtsanwalt Dr. Peter Platter beauftragt, die entsprechenden Kaufverträge auszuarbeiten. Da der Abschluß der Kaufverträge aufgrund gesetzlicher Bestimmungen und bürokratischer Hindernisse nicht sofort zustande kam, wurde am 25. November 1987 ein Rahmenvertrag unterzeichnet, sodaß inzwischen mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte.
Nun galt es umgehend mit Firmen Kontakt aufzunehmen, Offerte einzuholen, Termine zu vereinbaren und die Arbeiten zu koordinieren. Damit wurde zu Baubeginn der Geschäftsführer Rag. Rudi Schweigkofler beauftragt und gleichzeitig ein Baukomitee bestellt, welches sich aus dem Obmann Alois Jäger, dem Stellvertreter Josef IIlmer sowie dem Vorstandsmitglied Josef Pircher zusammensetzte.
Wichtige Entscheidungen wurden immer vom gesamten Vorstand behandelt, und auch die Beschlüsse des Baukomitees wurden zur Ratifizierung vorgelegt.
