Gib den Risikofaktoren keine Chance!

Bei den Raiffeisen Gesundheitstagen vergangenen November in Bozen, Brixen, Bruneck und Meran informierten sich hunderte Mitglieder über Herzkreislauferkrankungen und wie man dagegen vorbeugen kann.

Die Gesundheitstage wurden mit der Südtiroler Herzstiftung veranstaltet und richteten sich exklusiv an die Mitglieder der Raiffeisenkassen. Sie konnten u. a. am Ergo-Bike ihre körperliche Fitness testen, sich über gesunde Ernährung informieren oder sich Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin und Body-Mass-Index messen lassen. Ärzte gaben eine medizinische Einschätzung der persönlichen Messewerte und erteilten Gesundheitstipps.

Globale Risikofaktoren

Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, falsche Ernährung, Rauchen, Alkohol, erhöhtes Cholesterin, Schlafapnoe und mangelnde Bewegung sind begünstigende Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Schon ein Faktor kann das Risiko erhöhen.

Bluthochdruck, Salz und Schlafapnoe

Jeder zweite Mann leidet an erhöhtem Blutdruck, was zu Gehirn-, Nieren- und Herzschädigungen führen kann. „Eine Senkung des Blutdruckes verringert das Risiko für Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich“, sagte Peter Thüringer, Leiter der kardiologischen Einheit am Krankenhaus Brixen. Er informierte in der Raiffeisenkasse Eisacktal unter dem Motto „Achte auf dein Herz und gib den Risikofaktoren keine Chance“ über die Ursachen von Herzkreislauferkrankungen. So sollte der Blutdruck grundsätzlich unter 140/90 liegen. Auch beim Kochsalz ist Vorsicht geboten: der Tagesbedarf ist mit 1 Gramm abgedeckt, wir nehmen im Schnitt aber 9 bis 12 Gramm auf. Auch Nikotin erhöht Herzfrequenz und Blutdruck. „Aufhören zu Rauchen ist daher der beste Schutz, meinte Thüringer. Zu den Risikofaktoren zählt auch die Schlafapnoe. Diese Atemaussetzer während des Schlafes verringern den Sauerstoff im Blut und erhöhen Blutdruck und Herzschlag. Folgeerscheinungen sind u. a. Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Schwitzen.

Regelmäßig bewegen

Eine erhöhte Herzfrequenz steigert das Risiko für eine Erkrankung, denn jeder Herzschlag kostet Energie. „Mit körperlichem Training kann man die Herzfrequenz verringern“, sagte Thüringer. Faustregel: dreimal pro Woche 30 bis 45 Minuten Sport und Bewegung. Dabei hat sich gezeigt, dass eine moderate sportliche Betätigung – ob Radfahren, Schwimmen, Laufen oder Tanzen – die nicht unbedingt intensiv ist, jedoch regelmäßig ausgeführt wird, Vorteile mit sich bringt. Dadurch lässt sich nicht nur das Risiko für Herzkreislauferkrankungen senken, sondern auch der Zucker- und Colesterinspiegel regeln und – man fühlt sich insgesamt wohler.