Zahlkarten: Vorsicht vor Entmagnetisierung
„Karte unleserlich - Carta illeggibile“ – wenn beim Bezahlen mit einer Bankomat- oder Kreditkarte diese Meldung erscheint, ist meist der Magnetstreifen defekt. Wir geben Ihnen einige Tipps zum richtigen Umgang mit Ihren Zahlkarten, damit der Magnetstreifen intakt bleibt.
Bankomat- und Kreditkarten haben eine Magnetspur, auf der Daten gespeichert sind, die den Karteninhaber identifizieren. Wird diese Magnetspur durch starke Magnetfelder, Knicke oder Kratzer beschädigt, wird die Karte meist unbrauchbar. Meiden Sie daher folgende Gefahrenquellen:
- Handy und Handy-Gürteltaschen
Der Lautsprechermagnet in jedem Handy erzeugt statische Streufelder, die den Magnetstreifen der Karte entmagnetisieren können. Halten Sie Ihre Karten daher auf Abstand zu Ihrem Mobiltelefon.
Gürteltaschen für Handys, Blackberrys oder Kameras mit integrierten Kartenfächern verfügen zudem meist über einen Magnetverschluss. Auch die Magnetkräfte des Verschlusses können die Magnetspur der Karten dauerhaft schädigen. - Magnet-Handtaschenverschlüsse
Das gleiche gilt für Magnet-Handtaschenverschlüsse. Achten Sie daher darauf, dass die Karte nicht direkt über dem Magnetverschluss der Handtasche aufbewahrt wird. - Warendiebstahlsicherungssysteme
Auch die unscheinbaren Geräte, die an der Kasse vieler Geschäfte zum „Entsichern“ von Artikeln eingesetzt werden, können den Magnetstreifen beschädigen. Legen Sie Ihre Karte deshalb nie direkt auf das Entsicherungssystem. - Lautsprecher, Fernseher
Wird die Karte unmittelbar auf einen Lautsprecher oder Fernseher gelegt, kann es je nach Abschirmung des Gerätes vorkommen, dass die Kartendaten gelöscht werden. - Magnetschlüssel
Kommt ein Magnetschlüssel in Kontakt mit dem Karten-Magnetstreifen, kann das Magnetfeld des Schlüssels die Daten löschen. Bewahren Sie daher Karten und Schlüssel stets getrennt auf. - Box für Büroklammern
Boxen für Büroklammern sind oft magnetisch, um die Büroklammern festzuhalten. Sie erzeugen zwar keine starken Magnetkräfte, reichen aber aus, um die Karte zu beschädigen, wenn diese in der Nähe der Box liegt. - Röntgenuntersuchungen, Magnet-Resonanz-Tomographie
Röntgenstrahlen und vor allem die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) sind eine große Gefahr für den Magnetstreifen. Achten Sie also vor jeder Röntgenuntersuchung (z.B. auch beim Zahnarzt) darauf, dass Ihre Karten nicht der Röntgenstrahlung ausgesetzt werden. - Magnet-Skiträger
Magnet-Skiträger verfügen über besonders starke Magnete und eine entsprechend große Zerstörungskraft, die die Kartendaten oftmals umgehend löscht. Übrigens: Auch die Daten auf Skipässen wurden so schon gelöscht.
Weitere Hinweise, wie Sie Ihre Zahlkarten funktionsfähig halten können
- Temperaturen über 60 Grad Celsius führen zu Verformungen der Karte. An heißen Sommertagen wird in geparkten Fahrzeugen diese Grenze leicht überschritten. Lassen Sie Ihre Karten also nicht im Auto liegen.
- Bewahren Sie Ihre Karte nicht beim Kleingeld auf, denn die Münzen können die Karte beschädigen.
- Tragen Sie Ihre Karte nicht in der Gesäßtasche, weil sie dort leicht zerknicken kann.
Am sichersten ist eine Schutzhülle für die Karte, die Sie bei Ihrer Raiffeisenkasse erhalten.
Für ein störungsfreies Funktionieren braucht es neben einem einwandfreien Magnetstreifen auch intakten Chip. Im Falle einer Funktionsstörung können Sie als erste Maßnahme beide Komponenten an einem sauberen Kleidungsstück abreiben und dadurch reinigen.

