Häufige Fragen zu SEPA

Was bedeutet eigentlich SEPA, welche Länder nehmen daran teil, welche Vorteile bringt SEPA für den Verbraucher? - Antwort auf diese und viele andere Fragen finden Sie hier.

Was bedeutet SEPA?

SEPA ist die Abkürzung für "Single Euro Payments Area", dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dieser besteht inzwischen aus den 27 EU-Staaten sowie Norwegen, Island, Liechtenstein, der Schweiz und Monaco. Ziel ist es, europaweit standardisierte Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen bereitzustellen. Verbraucher und Unternehmen sollen bargeldlose Zahlungen auch über Ländergrenzen hinweg so einfach und bequem tätigen können wie in ihrem Heimatland. Schecks sind von der Standardisierung ausgenommen.

Welche Länder nehmen an SEPA teil?

Insgesamt 32 europäische Länder werden bei SEPA mitmachen. Neben den 13 Staaten der Eurozone nehmen auch die 17 Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die Schweiz und Monaco teil (siehe auch Liste der an SEPA teilnehmenden Länder). Dabei ist es wichtig zu beachten, dass die SEPA-Verfahren ausschließlich für Zahlungen in der Währung "Euro" genutzt werden können.

Kann ich SEPA-Zahlungen auch in den Währungen der anderen Teilnehmerländer abwickeln?

SEPA-Zahlungen können ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Für Zahlungen in anderen europäischen Währungen können die SEPA-Verfahren nicht eingesetzt werden. Hier bedarf es weiterhin einer Auslandsüberweisung.

Ab wann kann ich die neuen SEPA-Verfahren nutzen?

Die Einführung der SEPA-Verfahren hat 2008 begonnen. Zur Zeit können Sie zunächst die SEPA-Überweisung und SEPA-Kartenzahlungen nutzen, sofern die Bank des Zahlungsempfängers an dem neuen Verfahren teilnimmt. Die SEPA-Lastschrift kann aufgrund der in Italien noch fehlenden nationalen Umsetzungsbestimmungen für die europäische Richtlinie erst später – voraussichtlich im Laufe von 2010 – angeboten werden. Der Termin hierfür ist derzeit noch offen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Raiffeisenkassen ihren Kunden die heute bestehenden Zahlungsverfahren selbstverständlich weiterhin parallel zur Nutzung anbieten.

Kann ich die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren weiter nutzen?

Die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren können Sie weiter nutzen. Die SEPA-Verfahren werden hierzu ergänzend angeboten. So genießen Sie als Kunde der Raiffeisenkassen die Wahlfreiheit, welche Verfahren Sie persönlich für Ihren Zahlungsverkehr nutzen wollen.

Muss ich auf die SEPA-Verfahren umsteigen?

Zunächst wird es die bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren auch weiterhin geben. Die SEPA-Verfahren werden hierzu parallel angeboten. Eine Verpflichtung zur Umstellung auf die SEPA-Verfahren besteht nicht.

Welche SEPA-Produkte gibt es?

Durch die Standardisierung im europäischen Zahlungsverkehr werden folgende Produkte angeboten: die SEPA-Überweisung, die SEPA-Lastschrift und SEPA-Kartenzahlungen.

Was ist das "SEPA-Lastschriftmandat"?

Durch das SEPA-Lastschriftmandat wird der Zahlungsempfänger ermächtigt, fällige Rechnungsbeträge vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Gleichzeitig wird auch die Bank des Zahlungspflichtigen mit der Einlösung der Lastschrift beauftragt. Hierfür muss das SEPA-Lastschriftmandat durch den Zahlungsempfänger vom Zahlungspflichtigen eingeholt werden.

Wie lange gilt das SEPA-Lastschriftmandat?

Generell gilt das SEPA-Lastschriftmandat unbefristet bis zum Widerruf durch den Zahlungspflichtigen. Sollten aber binnen 36 Monaten seit letztem Einzug keine Folgelastschriften vom Zahlungsempfänger eingereicht werden, verfällt dieses Lastschriftmandat. Sollen nach Ablauf dieser Frist erneut SEPA-Lastschriften eingezogen werden, muss ein neues SEPA-Mandat vom Zahlungspflichtigen eingeholt werden.

Was ist der "Creditor Identifier" und woher erhalte ich diesen?

Der Creditor Identifier (CI) ist eine europaweit einheitliche Gläubigeridentifikationsnummer, die den Einreicher von SEPA-Lastschriften eindeutig identifiziert. Die 16-stellige alphanumerische Nummer benötigen SEPA-Lastschrifteinreicher zwingend; ohne Angabe dieser Nummer erfolgt keine Bearbeitung der eingereichten Transaktionen. Die Gläubigeridentifikationsnummer in Italien setzt sich aus dem Länderkennzeichen (IT) und der Steuernummer zusammen. Z.B. IT00000194450219

Welche Vorteile bringt SEPA für Unternehmen?

SEPA bedeutet für Ihr Unternehmen die Möglichkeit, einheitliche Zahlungsverkehrsverfahren und -formate für alle Transaktionen innerhalb der SEPA-Teilnehmerländer zu nutzen. Das gilt auch für Inlandszahlungen, die mittels SEPA-Verfahren getätigt werden. Dadurch können Sie die Kontoführung für den Euro-Zahlungsverkehr auf ein Konto konzentrieren ("cash-pooling"). Darüber hinaus können Sie den Aufwand in Ihrer Kundendatenverwaltung reduzieren: Durch SEPA verfügen Sie für alle Ihre europäischen Geschäftspartner über einheitliche Daten, wie IBAN und BIC.
Das neue SEPA-Lastschriftverfahren bietet Ihnen weitere Vorteile: Durch die Einführung eines konkreten Fälligkeitsdatums haben Sie die Möglichkeit, Ihre Zahlungsströme und damit Ihre Liquidität besser zu steuern.