IRAP-Senkung als Export-Anreiz
Die Landesregierung hat kürzlich beschlossen, die im neuen Finanzgesetz vorgesehene Senkung der Wertschöpfungssteuer IRAP auch auf exportorientierte Unternehmen auszuweiten.
Die Exportquote von Südtirols Unternehmen müsse ausgebaut werden, so Landeshauptmann Luis Durnwalder heute nach der Sitzung der Landesregierung: „Zwar gibt es hierzulande 1953 Unternehmen, die exportieren, doch insgesamt wird nur 16 Prozent des BIP, das entspricht 3,32 Milliarden Euro, durch die Exporte erwirtschaftet. Im Vergleich dazu hat das Bundesland Tirol einen Exportanteil am BIP von 32 Prozent.“ Auch die große Anzahl von exportierenden Unternehmen täuscht, denn 46 der 1953 Firmen sind für die Hälfte der Exportleistung verantwortlich. Heute hat die Landesregierung beschlossen, an der Steuerschraube zu drehen, um den Export anzukurbeln. Konkret will sie dies mit der Senkung des IRAP-Steuersatzes erreichen.
Im Finanzgesetz hat die Landesregierung bereits die grundsätzliche Neuregelung der Wertschöpfungssteuer IRAP verankert und dabei festgelegt, dass der Steuersatz künftig für alle Unternehmen (ausgenommen Banken und Versicherungen) 2,98 Prozent betragen soll, für vorbildliche Unternehmen aber nur 2,5 Prozent. Die vorbildlichen Unternehmen waren bisher jene, die die Beschäftigung um zehn Prozent steigern, ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent verzeichnen oder mindestens zwei Prozent ihres Budgets in Forschung und Entwicklung investieren. Mit dem heutigen Beschluss sollen nun auch diejenigen Unternehmen in den Genuss des gesenkten Steuersatzes kommen, die ihren Exportanteil um mindestens fünf Prozent steigern konnten.
Quelle: LPA

