Von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert

Dr. Max von Gelmini-Kreuzhof, Gründer der Raiffeisenkasse Salurn

Zur Geschichte
Die Raiffeisenkasse Salurn kann auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Gegründet wurde sie am 2. Februar 1890, am Maria-Lichtmess-Tag. Damals versammelten sich 29 Bürger aus Salurn im Gasthof zum Schwarzen Adler, um den „Spar- und Darlehensverein für Salurn“ zu gründen. Am 20. April 1890 begann der Kundendienst. Die Schaltertätigkeit wurde jeden Sonntag von 13 bis 15 Uhr im eigenen Lokal abgehalten.

Weltkriege überstanden
Trotz der Schwierigkeiten während des Ersten Weltkrieges und der schweren Belastungen zwischen den beiden Weltkriegen konnte sich die Raiffeisenkasse Salurn durch all diese Jahre hinüberretten, um dann in der Nachkriegszeit einen beachtlichen
wirtschaftlichen Aufschwung zu erzielen. 

100-jähriges-Jubiläum gebührend gefeiert
1990 feierte die Kasse ihr 100-jähriges Bestehen – mit einem großen Zeltfest.
Die Eckdaten waren:
Einlagen: 93 Mrd. Lire
Ausleihungen: 38 Mrd. Lire
Verwaltete Wertpapiere Dritter: 50 Mrd. Lire
Eigenkapital: 11,8 Mrd. Lire
Mitgliederanzahl: 615 

Die Bauten
Mit der Zeit wuchsen die Kunden, das Arbeitsvolumen und die Mitarbeiter, so dass neue und größere Räumlichkeiten zur Abwicklung des Geschäftes notwendig waren. Ein größerer Umbau erfolgte im Jahre 1973/1974. Am 15. Juni 1975 eröffnete Landeshaupt-mann Silvius Magnago den neuen Sitz in der Trientstraße. Dort ist heute noch die Kasse untergebracht. Eine Erweiterung am Sitz erfolgte in den Jahren 1988/1989. Ein größerer Umbau ging im Jahre 1996 über die Bühne. Im Jahre 2007 wurde der Schalter erneuert, um ihn den heutigen Erfordernissen anzupassen.

Margreid und Kurtatsch
Der Schalterdienst wurde in Margreid am 4. August 1971 aufgenommen. 1983 und 1984 wurde die neue und derzeit bestehende Filiale errichtet – die Einweihung erfolgte am 8. Juni 1986. Nach Margreid folgte Kurtatsch. Die Zweigstelle wurde dort im Mai 1973 eröffnet. Am 25. September 1989 wurde die Tätigkeit im neuen Sitz aufgenommen. Hier ist auch heute die Filiale untergebracht. 

Laag und Neumarkt
Der 01.04.1986 ging nicht als Aprilscherz in die Geschichte der Raiffeisenkasse ein als an diesem Tage eine Zweigstelle in Laag eröffnet wurde. Am Floriani-Kirchtag, dem 4. Mai 1987, erfolgte die feierliche Einweihung. Dann war Neumarkt an der Reihe. Die Genehmigung zur Eröffnung einer dortigen Zweigstelle war bereits Jahre zuvor – dank Weitblick der Führungskräfte der Kasse - bei der Banca d’Italia eingeholt worden. Im April 1993, am Battisti-Ring, wurde die Zweigstelle Neumarkt eröffnet. Am 5. Februar 2001 erfolgte die Umsiedlung auf den Franz-Bonatti-Platz, wo heute noch die Zweigstelle steht. 

Mehrere Personen prägten die Geschicke der Kasse. Wir erwähnen einige. 

Dr. Max von Gelmini zu Kreuzhof:
Treibende Kraft zur Gründung der Kasse war Rechtsanwalt Dr. Max von Gelmini zu Kreuzhof. Er war Verwalter und Eigentümer seines großen landwirtschaftlichen Betriebes. Dr. von Gelmini war Obmann von 1890 bis 1904, dann bis 1927 im Aufsichtsrat tätig. Er verstarb 1938 im Alter von 73 Jahren.

Bernhard Orion und Josef Pomarolli prägten gemeinsam die Kasse:
Bernhard Orion wurde am 25. Oktober 1866 in Salurn geboren. Im Januar 1894 erfolgte seine Aufnahme als Mitglied der „jungen“ Raiffeisenkasse Salurn. Am 6. Mai 1894 wurde er in den Vorstand gewählt. Bernhard Orion blieb sein ganzes Leben lang bis zu seinem Tode im Jahre 1960 Funktionär und Buchhalter der Raiffeisenkasse. Josef Pomarolli war Orions Schüler und Freund. Pomarolli, Jahrgang 1892, führte als Geschäftsführer die Kasse von 1918 bis 1950. Bis zum Jahre 1974 übernahm er dann die Funktion des Obmannes. Er verstarb am 12. Februar 1975.

Cav. Beniamino Bassetti als Retter in Not:
Stammte aus Cavedine (Welschtirol). In den kritischen Jahren 1937 bis 1943 war Bassetti, der eine Ausbildung als Fachingenieur für Entwässerungsbauten besaß, Obmann der Kasse. Mit Tüchtigkeit und Ausdauer brachte er es allmählich zu Wohlstand und Ansehen. Er stellte Ende der dreißiger Jahren der Kasse 70.000 Lire zur Verfügung. Dadurch konnte die Bank ihre finanzielle Krise überwinden.