Zitat von F.W. Raiffeisen
"Wir haben den Menschen keinen Silbergroschen geschenkt, aber das Vertrauen in ihren guten Willen und eine hilfsbereite Hand führen jeden viel sicherer und bleibender aus der Not."
Steckbrief Raiffeisenkasse Bruneck

- Der Hauptsitz in Bruneck
Die Raiffeisenkasse Bruneck ist eine genossenschaftliche Lokalbank mit 12 Geschäfts- bzw. Servicestellen und operiert im mittleren Pustertal. Sie ist 1973 aus der Fusion von drei kleinen Dorf-Raiffeisenkassen hervorgegangen und hat sich zur größten Raiffeisenkasse Südtirols entwickelt (Bilanzsumme 31.12.2011: 897,3 Mio. €).
Das Marktgebiet teilt sich auf 10 Gemeinden des mittleren Pustertales auf und umfasst ca. 30.600 Einwohner, davon sind 23.000 unsere Kunden. Der Hauptsitz befindet sich in Bruneck, das Tätigkeitsgebiet umfasst Bruneck, St. Lorenzen, Pfalzen, Rasen/Antholz, Olang, Percha, Kiens sowie die direkt daran angrenzenden Gemeinden.
Um für das Kompetenzzentrum in Bruneck entsprechenden Raum zu schaffen, wurde der Hauptsitz im Zentrum der Stadt erweitert und 2006 eröffnet. Insgesamt arbeiten 134 MitarbeiterInnen in der Raiffeisenkasse Bruneck, 40 davon in den umliegenden Geschäfts- und Servicestellen.
Die Marktbearbeitung ist in drei Hauptbereiche gegliedert:
- Servicecenter – die Basiskundenbank, welche die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für die Gesamtbank durchführt und das breite Basis-Privatkundengeschäft abdeckt.
- Private Banking - Gehobenes Privatkundengeschäft bis hin zum Private Banking
- Kommerzcenter - die Firmenkundenbank
Genossenschaftliche Kultur
Im Kern der Genossenschaften stehen ihre Mitglieder, deren Interessen und deren Bedürfnisse. Ohne Mitglieder wären Genossenschaften nicht entstanden.
Sie sind in ihrer Gesamtheit nicht nur die Eigentümer, sondern sie üben genau definierte Entscheidungs-, Gestaltungs- und Kontrollrechte aus. Damit kann grundsätzlich sichergestellt werden, dass die unternehmerische Tätigkeit an den Interessen der Mitglieder auszurichten ist, dass diese strategische Weichenstellungen bestimmen und dass sie nicht unfreundlich übernommen werden können.
Jedes Mitglied kann unabhängig von Anzahl und Höhe der Geschäftsanteile mit einer Stimme an der Entscheidungsfindung mitwirken. Dies unterscheidet Genossenschaften etwa von Aktiengesellschaften. Dennoch darf die demokratische Entscheidungsfindung, die mit der genossenschaftlichen Mitgliedschaft verbunden ist, nicht verklärt gesehen werden. So wie sich das wirtschaftliche Umfeld heute darstellt, geht es um die Wettbewerbsfähigkeit von Genossenschaften im Wettbewerb mit anders organisierten Unternehmen. Damit ist verbunden, dass die demokratische Entscheidungsfindung auch eine effiziente Entscheidungsfindung zu sein hat. Es muss möglich sein, strategische Neuorientierungen zu beschließen, auch wenn damit einer Veränderung gegenüber der vergangenen Geschäftspolitik verbunden ist. Dies stellt hohe Anforderungen an die Mitglieder und dies stellt ebenso hohe Anforderungen an jene Funktionäre, die Entscheidungen vorbereiten. Ihnen muss es gelingen, Entscheidungsalternativen mit den erwarteten Konsequenzen nachvollziehbar darzustellen. Expertenwissen darf keine Machtposition zulasten der Mitglieder begründen.
Gelingt es, die Vorzüge der genossenschaftlichen Mitbestimmung und Einflussnahme mit einer effizienten Entscheidungsfindung zu kombinieren, wird Systemvertrauen entstehen. Es bilden sich Erwartungen über das Verhalten von Mitgliedern und Funktionsträgern heraus. Vor diesem Hintergrund sind Mitglieder auch bereit, Entscheidungen zu delegieren. Denn Vertrauen ist dann keine riskante Vorleistung, sondern es ist eine rationale Verhaltensweise, die im eigenen Interesse liegt.
