Bauen als Genossenschaft
Was sind Wohnbaugenossenschaften?
Wohnbaugenossenschaften werden von Bürgerinnen und Bürgern gegründet, die zu einem niedrigeren Preis bauen wollen, als es auf dem privaten Immobilienmarkt möglich wäre und dabei Mitspracherecht und Selbstverwaltung schätzen. Der große Vorteil einer Wohnbaugenossenschaft ist, dass die Mitglieder gemeinsam die wichtigsten Entscheidungen für die Genossenschaft treffen.
Wie funktionieren Wohnbaugenossenschaften?
Eine Wohnbaugenossenschaft plant, organisiert und führt den gesamten Bau im Auftrag der Mitglieder durch, und übergibt nach ihnen nach Fertigstellung die Eigentumswohnungen. Die Wohnbaugenossenschaften bauen auf den, allen Genossenschaften eigenen, demokratischen Prinzipien auf und geben jedem Mitglied Mitentscheidungsrecht und Mitverantwortung.
Wie finanzieren sich Wohnbaugenossenschaften?
Alle an der Wohnbaugenossenschaft beteiligten Mitglieder sind direkt für die Baukosten verantwortlich. Dazu gehören die Kosten für die Projektierung, den Bau, für die Infrastruktur, Versicherungen und die Verwaltung. Jedes einzelne Mitglied kann individuell auch in den Genuss von verschiedenen Förderungen der Provinz (z. B. zinsloses Darlehen, Schenkungsbeiträge) kommen. Die Mitglieder der Wohnbaugenossenschaft zahlen nur die tatsächlich angefallenen Kosten der Immobilie.
Wo gibt es Baugrund für die Wohnbaugenossenschaften?
In Südtirol erteilen die Gemeinden den Genossenschaften die Genehmigung zum Wohnbau, wobei die Landesverwaltung wirtschaftliche Mittel zur Verfügung stellt, um die Bauvorhaben zu unterstützen. Aufgrund der hohen Grundkosten bevorzugen die meisten Wohnbaugenossenschaften jene Grundstücke, welche von den Gemeinden für den geförderten Wohnbau zugewiesen werden. Wichtig ist allerdings, dass die Mitglieder in der jeweiligen Gemeinde ansässig sind, und die entsprechende vom Landesgesetz vorgeschriebene Punktezahl erreichen.

